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Vidakovics sieht „das einfachste Spiel“

Fußball-Regionalliga Vidakovics sieht „das einfachste Spiel“

Nach dem Spielausfall 
unter der Woche bricht der Stadtallendorfer Tross diesen Freitag am späten Nachmittag gen Saarland auf. Dort wartet am Samstag im 1. FC Saarbrücken der Meisterschaftsfavorit Nummer eins. Die Partie wird in Völklingen ausgetragen und beginnt um 14 Uhr.

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Für Yannick Wolf (links, im Spiel gegen Hessen Dreieich) und die Stadtallendorfer Eintracht steht diesen Samstag in Völklingen das zweite Auswärtsspiel der Saison an.

Quelle: Nadine Weigel

Stadtallendorf. Ein bisschen nervig war es schon, gesteht Stadtallendorfs Kapitän Kevin Vidakovics. Die Rede ist vom Spielausfall am vergangenen Dienstag, als die Spieler des TSV und des weit angereisten SC Freiburg II selbst als Zuschauer gebannt Richtung Rasenplatz schauten, wo sich im Starkregen allmählich große Pfützen bildeten ( die OP berichtete).

„Du wartest 15, 20 Minuten, sitzt auf heißen Kohlen. Dann wird das Unwetter schlimmer, dann klart es wieder auf“, beschreibt Vidakovics die Gefühlswelt aus Sicht eines Spielers – und fühlte sich dabei etwas an vergangene Saison erinnert, als das Rückspiel gegen den VfR Wormatia Worms wegen eines Gewitters kurz vor dem Abbruch stand.

Wirklich glücklich stimmt es den TSV-Spielführer auch nicht, dass die Englische Woche damit regelrecht ins Wasser fiel. „Gerade für die Amateurvereine ist es besser, jetzt zu spielen statt am Ende“, meint der 28-Jährige, der gerade zum Spieler der Woche gekürt wurde ( die OP berichtete).

Gegner klopfte ans Tor zu 3. Liga

Nach OP-Informationen soll die Partie noch im August nachgeholt werden, eine zeitgenaue Ansetzung gibt es aber noch nicht. Zumindest Training war für die Stadtallendorfer nach den Wetterkapriolen schon wieder möglich im Stadion. Ein letztes Mal heute um 15.45 Uhr. Dann steht eine leichte Einheit auf dem Programm, ehe die Herrenwälder gegen 17 Uhr mit dem Bus in Richtung Südwesten fahren.

Dort wartet kein geringerer Gegner als der souveräne Meister der vergangenen Spielzeit, in der der Club aus der saarländischen Hauptstadt den Aufstieg in die 3. Liga nur deshalb nicht schaffte, weil die Mannschaft um Trainer und Ex-Profi Dirk Lottner in den Aufstiegsspielen am TSV 1860 München scheiterte.

Für viele Beobachter und die meisten Trainer in der Südwest-Staffel ist der FCS, der seine Spiele wegen Bauarbeiten im Ludwigsparkstadion weiterhin in Völklingen austrägt, der Topfavorit auf die Meisterschaft, die zumindest in dieser Saison als Lohn den direkten Aufstieg mit sich bringt.

Vidakovics: „Die müssen gewinnen“

„Gegen Saarbrücken ist es das einfachste Spiel“, sagt Vidakovics, „da haben wir absolut nichts zu verlieren.“ Der Druck laste ganz klar auf dem Meister. „Die müssen gewinnen“, meint der TSV-„Capitano“. Nicht zuletzt, weil der FCS – trotz zwei Siegen in Folge – „etwas gutzumachen“ habe nach der 0:3-Heimpleite zum Saisonauftakt gegen den FSV Frankfurt.

„Wenn wir gut organisiert sind, haben wir überall unsere Chance. Unbekanntes erwartet uns dort nicht“, gibt sich Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja optimistisch und weist darauf hin, dass der FCS in Patrick Schmidt und Kevin Behrens seine beiden Toptorjäger aus der vergangenen Spielzeit verloren, sonst sich aber personell kaum verändert hat. Inzwischen stürmt der Ex-Walldorfer Marcel Carl für die Blau-Schwarzen.

Beim 3:0-Erfolg unter der Woche gegen die zweite Garde des VfB Stuttgart habe sich der FCS „clever angestellt“. „Die Saarbrücker haben die Qualität, jeden Fehler zu bestrafen“, warnt Sicaja und kündigt an, dass sich sein Team „etwas schlauer“ verhalten werde als die Schwaben, die dem Gegner zwei Tore gewissermaßen vorlegten. „Wir werden schauen, welche Formation dafür richtig ist“, sagt Sicaja.

Sicaja: Wir haben 15 oder 16 Stammspieler

Hätte die Eintracht am Dienstag gespielt, wären Daniel Vier (für Jascha Döringer) und Laurin Vogt (für Antonyos Celik) in die Startformation rochiert, wie dem Spielberichtsbogen zu entnehmen war. Warum? „Beide haben gut trainiert, andere dafür nicht ganz so gut“, begründet Sicaja, der darauf hinweist: „In dieser Saison haben wir keine elf Stammspieler, sondern 15 oder 16.“

Da könne es schnell passieren, dass ein Spieler aufrückt, „wenn ein anderer seine Aufgaben nicht so gut erfüllt“, freut sich der Kroate über den Konkurrenzkampf und dass sein Team „in der Breite viel besser aufgestellt“ sei als noch vergangene Runde. „Derzeit muss ich immer sieben Spieler aus dem Kader streichen.“

Einen kleinen Lichtblick gibt es bei Spielmacher Erdinc 
Solak, der wegen Hüftbeschwerden bisher noch zu keinem Einsatz kam. Am Mittwoch kehrte der Filigrantechniker wieder ins Training zurück, trainierte mit Athletiktrainer Stefan Backhaus aber noch separat – unter anderem Steigerungsläufe. „Es ist klar, dass er nach zwei, drei Wochen Pause noch einen Rückstand hat“, lässt Sicaja durchblicken, dass Solak gegen die Saarbrücker noch fehlen wird. Ansonsten kann der 51-Jährige aber personell aus dem Vollen schöpfen.

von Marcello Di Cicco

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