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Friedensdorfer Fußballerinnen holen den Pokal

Hinterländer Kreispokal Friedensdorfer Fußballerinnen holen den Pokal

Die Fußballerinnen des FSV Friedensdorf haben den Hinterländer Kreispokal gewonnen. Im Gruppenliga-Duell gegen den SV Kickers Erdhausen haben sie sich wie 2015 mit 2:1 durchgesetzt – diesmal erst in der Verlängerung. Die Tore für Friedensdorf schossen Rebecca Debus und Leonie Stenzel. 

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Der Gruppenligist FSV Friedensdorf freut sich über den Hinterländer Kreispokalsieg.

Quelle: Herbert Lenz

Silberg. Volksfeststimmung, ein Familientag für Jung und Alt, eine perfekte Organisation durch den SV Silberg und eine Werbung für den Mädchen- und Frauenfußball. „Das Frauen-Finale war an Spannung nicht mehr zu überbieten. Super“. Dieses positive Fazit zog der Moderator und Referent für den Hinterländer Mädchen- und Frauenfußball Gerhard Fuchs aus Gönnern. 

Fußballerische Feinkost servierten die beiden Dauerrivalen den gut 250 Zuschauern am Samstag bei einem Mix aus Sonnenschein, leichtem Nieselregen und dunkler Wolkendecke allerdings nicht. Dafür waren im Endspiel um den Hinterländer Kreispokal zwischen den Gruppenligisten FSV Friedensdorf und dem SV „Kickers“ Erdhausen Hochspannung und Dramatik bis zum letzten Wimpernschlag angesagt.

Statistik

FSV Friedensdorf - SV Erdhausen 2:1 n.V. (1:1, 1:1).

Tore: 1:0 Rebecca Debus (5.), 1:1 Dana Hermann (35.), 2:1 Leonie Stenzel (116.).

FSV Friedensdorf: Yvonne Heimann - Anna Fett, Janina Klingelhöfer, Jennifer Hartwig (61. Carmen Preisig), Katja Rink - Beatrice Sauerwald (84. Mathea Marie Michle), Lenoie Stenzel - Emily Michel, Jenny Simmer, Rebecca Debus, Jennifer Henn (119. Lisa Wagner).

SV Erdhausen: Frauke Schäfer - Chiara Schirach, Malina Krause, Kathleen Schmidt, Tamara Nolte - Hannah Goerg, Sabrina Neubauer, Johanna Schlagl (39. Nele Schäfer, 117. Nicole Velte) - Dana Hermann (84. Kim Jaqueline Haarmann), Nadine Becker, Pascale Fett.

Zuschauer: 250.

Schiedsrichterin: Tatjana Becker (FSV Gönnern).

Beste Spielerinnen: Jana Klingelhöfer, Katja Rink, Jenny Simmer, Rebecca Debus / Tamara Nolte, Sabrina Neubauer, Dana Hermann.

„Mir war klar, dass es ein Spiel auf Biegen und Brechen wird. Wir haben stark begonnen, dann aber Mitte der ersten Halbzeit den Faden verloren, in der Erdhausen verdient zum Ausgleich gekommen ist. Aufgrund der Verlängerung ist unser Sieg aber verdient ausgefallen“, freute sich FSV-Coach Torsten Rink nach einigen Bier- und Sektduschen mit der Sonne. „Wir wollten uns ins Elfmeterschießen retten, das ist uns leider nicht gelungen. Friedensdorf war in der Verlängerung besser“, erwies sich Kickers-Trainer Nino Villani als fairer Verlierer.

Die Anfangsphase gehörte dem Team von der Lahn. Auf der rechten Seite sorgten Jenny Simmer und Emiliy Michel immer wieder für großen Wirbel. Nach einer Hereingabe von Beatrice Sauerwald scheiterte Emily Michel zunächst an der starken Kickers-Torfrau Frauke Schäfer. Rebecca Debus legte sich den Abpraller auf den linken Fuß und vollstreckte zur verdienten 1:0-Führung.

Erdhausen belohnt sich mit einem Traumtor

Ein Freistoß von Trainer-Frau Katja Rink landete am Außennetz (20.). Danach wurden die Erdhäuserinnen immer stärker und schließlich mit einem „Traumtor“ belohnt: Nach einer Ecke bekam die FSV-Abwehr den Ball nicht aus dem Sechzehner. Dana Hermann stand mit dem Rücken zum Tor, stieg im Stile von „Uns Uwe“ hoch und beförderte das Spielgerät per Fallrückzieher in die Maschen (35.). Emiliy Michel verfehlte danach knapp das Ziel.

Nach dem Seitenwechsel schoss auf Erdhäuser Seite Pascale Fett knapp drüber (66.). Und die Schlussphase gehörte wieder dem FSV. Mit zwei klaren Möglichkeiten hätte Emily Michel zur Matchwinnerin avancieren können, hatte aber Pech. In der Nachspielzeit „küsste“ ein Freistoß von Jenny Simmer die Oberkante der Latte (105.).

Dann kam die 116. Minute: SVE-Torfrau Frauke Schäfer konnte einen strammen Schuss von Rebecca Debus nur abklatschen. Halb mit dem Knie und halb mit der Innenseite „staubte“ die Silberger Lokalmatadorin Leonie Stenzel zum viel umjubelten Siegtreffer ab. „Da ist das Ding“, schrie FSV-Spielführerin Rebecca Debus in den Silberger Abendhimmel, haderte aber bei der Siegerehrung mit dem „Pott“: „Der ist ja rundum offen, da kann man ja gar nicht draus trinken“. Doch das Feiern und das Singen konnte man ihnen nicht verbieten.
von Herbert Lenz

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