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Ein Zwischenstopp am Inn

Basketball-Bundesliga Ein Zwischenstopp am Inn

17 Spiele in Folge hat der BC Marburg nicht gegen den TSV Wasserburg gewonnen, doch momentan rutscht der Serienmeister aus Oberbayern hin und 
wieder aus.

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BC Marburgs Diana Voynova (rechts) im Dribbling gegen Wasserburgs Rebecca Tobin, die nach einer Knie-Operation im Rückspiel ihr Comeback geben könnte.

Quelle: Miriam Prüßner

Marburg. Der BC Pharmaserv Marburg spielt diesen Dienstag, 6. März, um 19.30 Uhr in der Bundesliga beim Serienmeister TSV Wasserburg. Das Spiel war verlegt worden, da Marburg am vergangenen Wochenende in der Endrunde des CEWL-­Europacups auftrat ( wir berichteten).

Vom rumänischen Brasov über das fränkische Nürnberg ins oberbayerische Wasserburg am Inn – die Marburger Basketballerinnen hatten seit Sonntagabend etliche Kilometer zurückzulegen. Es bleibt abzuwarten, wie die Reisestrapazen und die Spiele auf internationaler Ebene sich auf die Leistung der Hessinnen auswirken werden.

Serienmeister schwächelt

Selbst die direkte Entfernung von Marburg nach Wasserburg beträgt über 500 Kilometer, und diese Strecke wird Finja Schaake dieses Mal alleine zurücklegen müssen. Schaake hatte nicht an der Endrunde des CEWL-Cups teilgenommen, weil sie sich zu Hause auf ihr Examen vorbereiten musste.

In Wasserburg wird sie aber ihre Mannschaft wieder unterstützen, die eine schwere Aufgabe vor sich hat. Schließlich ist der TSV Wasserburg der Serienmeister im Frauenbasketball. Seit 2004 wurde der TSV elfmal Meister – zuletzt fünf Titel in Folge – und gewann zudem achtmal den ­Pokal.

Auch in der aktuellen Saison schienen die Wasserburgerinnen wieder in der Erfolgsspur zu fahren. Die Niederlage im siebten Saisonspiel bei Donau-Ries mochte noch als „Ausrutscher“ durchgehen.

Wasserburg will zweiten Rang halten

Im Dezember zeigte sich aber, dass oben die Luft auch dünner ist. Es gab eine Niederlage in den Playoffs des Euro-Cups, und nach der 62:68-Niederlage am 16. Dezember im Derby gegen Bad Aibling trennte sich der Verein von Head Coach Georg Eichler. Unter seinem Nachfolger Nikolay Gospodinov gab es in der Meisterschaft fünf Siege – aber auch zwei Niederlagen gegen Keltern (61:73) und Herne (75:79). Momentan steht Wasserburg nach dem 81:64-Sieg in Hannover auf Platz zwei Tabelle hinter Keltern.

„Diesen zweiten Platz wollen­ wir in den abschließenden drei Spielen der Hauptrunde sichern. Mit einem Sieg gegen den BC Marburg hätten wir schon einmal vier Punkte Vorsprung auf Platz drei“, sagt Angi Sonnenholzner, Sprecherin beim TSV Wasserburg. Für sie sind die beiden Niederlagen in diesem Jahr unter dem neuen Trainer auch kein „Weltuntergang. Wir sind sehr zufrieden mit der Arbeit des Trainers.“

Greunkes Einsatz ungewiss

Für die Mannschaft von Coach Patrick Unger geht es noch um den dritten oder vierten Platz und damit um den Heimvorteil in der ersten Runde der Playoffs. Das Hinspiel hatte Marburg mit 52:76 zwar klar verloren. Allerdings waren­ die „Dolphins“ da auch ersatzgeschwächt, Katlyn Yohn, Alexandra Wilke und Kim Winterhoff fehlten, Tonisha Baker­ schied während des Spiels verletzt aus.

Für das Rückspiel macht sich Head Coach Patrick Unger noch Sorgen um Svenja Greunke, die sich im Halbfinale des CEWL-Cups am Fuß verletzt hatte. „Ihr Einsatz wird sich erst kurzfristig entscheiden“, sagte­ Unger. Sicher sei Wasserburg ­favorisiert, aber auch der amtierende Meister habe mit Ausfällen zu kämpfen.

Die Wasserburger Topspielerin Monique Reid, die im Hinspiel zwölf Punkte erzielt hatte, fehlt. Die Lettin Laura Audere (10 Punkte im Hinspiel) wechselte Mitte Januar nach Chemnitz. Dafür kommt eventuell ­Rebecca Tobin erstmals nach ihrer Meniskus-Operation wieder zum Einsatz.

von Michael Seehusen

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