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Alder-Baerens holt WM-Silber

100-Kilometer-Lauf Alder-Baerens holt WM-Silber

Nele Alder-Baerens vom Ultra Sport Club Marburg ist Vizeweltmeisterin im 100-Kilometer-Straßenlauf geworden. Die deutschen Farben in Kroatien vertrat auch ihre Vereinskameradin Antje Krause.

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Überglücklich lief Nele Alder-Baerens nach 100 Kilometern zur Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft. 

Quelle: Heiko Krause

Sveti Martin na Muri. In persönlicher Bestzeit von 7:22:41 Stunden holt sich Alder-Baerens die Silbermedaille. Es war zugleich die zweitbeste Zeit, die je von einer Deutschen gelaufen wurde. Umso bemerkenswerter ist dies, weil die Strecke außergewöhnlich viele Höhenmeter hatte: Insgesamt 800 mussten auf der 7,5 Kilometer langen Runde bewältigt werden. Hinzu kam ab etwa vier Stunden bei Sonnenschein die Hitze, mit der Alder-Baerens aber stets gut zurechtkommt.

Nach dem Start um sieben Uhr bestimmten zunächst andere Athletinnen das Rennen an der Spitze. Alder-Baerens blieb jedoch in Schlagdistanz. Vorne mussten im Laufe der Meisterschaft viele ihrem hohen Anfangstempo und den schweren Bedingungen Tribut zollen. Die favorisierte Kroatin Nikola Šušic setzte sich bei den Frauen an die Spitze.

WM-Titel bleibt im 
Gastgeberland Kroatien

Nele Alder-Baerens hatte auf sie jedoch nie mehr als zwei Minuten Rückstand. In der drittletzten Runde schloss sie sogar auf und ging kurz in Führung. Šušic hatte aber noch Reserven und forcierte das Tempo. Unter großem Jubel sorgte sie schließlich in heraustragenden 7:20:34 Stunden für einen Sieg der Gastgeber. Groß war der Jubel aber auch bei den Deutschen, sorgte Alder-Baerens doch für die erste WM-Einzelmedaille seit 15 Jahren.

Nicht so gut lief es für Antje Krause. Bis etwa Kilometer 55 lief auch für sie alles nach Plan. Sie war angesichts der welligen Strecke bewusst defensiv angelaufen. Aber mit der gnadenlos einsetzenden Hitze bei ­hoher Luftfeuchtigkeit bekam Krause wie viele andere Läuferinnen trotz intensiver Kühlung massive Probleme.

Der Magen spielte nicht mit, sie konnte die Nahrung nicht mehr richtig aufnehmen.
Letztlich ging es für die Marburgerin nur noch darum, das Rennen anständig zu beenden, was ihr nach 9:48:44 Stunden auch gelang. Es war ein versöhnlicher Abschluss für die 46-Jährige bei ihrem möglicherweise letzten WM-Rennen in dieser Disziplin.

von Heiko Krause     

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