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Stadtallendorf ist heiß auf die Zugabe

Fußball-Regionalliga Stadtallendorf ist heiß auf die Zugabe

Wenn Eintracht Stadtallendorf am heutigen Samstag (14 Uhr) zum letzten Mal in diesem Jahr zu Hause spielt, reicht den Herrenwäldern ein Punkt gegen den SC Freiburg II, um unter den Top Ten zu überwintern.

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Lieferten sich im Hinspiel packende Zweikämpfe: Freiburgs Fabian Rüdlin (links) und Del-Angelo Williams (Eintracht Stadtallendorf).

Quelle: Marcello Di Cicco

Stadtallendorf. Ebenfalls so gut wie sicher ist, dass die Eintracht auch in einem anderen Ranking unter den besten zehn Klubs landen wird: bei den Heimzuschauern. 18 313 – also 1 831 im Schnitt – Personen kamen zu den bisherigen zehn Partien; das Hessenpokalspiel gegen Hessen Kassel nicht miteingerechnet.

TSV will auf Rasen spielen

Dass das Gastspiel von Meister SV Elversberg zuletzt nur etwas weniger als 1000 Besucher ins Herrenwaldstadion lockte, verwundert Stadtallendorfs Fußball-Präsident Reiner Bremer auch aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht: „Uns war klar, dass wir die Zahlen aus dem Sommer nicht erreichen.“ Dennoch will TSV-Coach Dragan Sicaja das erste Heimspiel nach dem 0:9-Fiasko nutzen, um „den Leuten noch mal vernünftig danke zu sagen“.

Dass man dabei laut Sicaja „nicht von schönem Fußball reden“ könne, verstehe sich angesichts der Niederschläge der vergangenen Tage von selbst. Dennoch soll die Partie auf dem Rasenplatz stattfinden, bestätigte Bremer am Freitagvormittag gegenüber der OP.

„Durch Sandzufuhr haben wir es bisher geschafft, den Platz zu stabilisieren. So hat er die Belastungen ganz ordentlich weggesteckt“, sagt Bremer, der beim 2:0 im Hinspiel im Möslestadion dabei war und deshalb weiß, dass der Gegner „eine echte Hausnummer“ ist.

Druck verspürt man bei den Herrenwäldern mit schon 29 Punkten auf der Habenseite allerdings nicht. „Alles, was wir jetzt noch vor der Winterpause holen, ist eine Zugabe“, sagt Bremer. Eine Ansicht, die Sicaja teilt: „Es wäre schlimmer, wenn wir bisher nur 15 Punkte hätten und uns das Wasser bis zum Hals stünde.“

Das Gegenteil ist allerdings der Fall. Und so ist sich so mancher Coach schon sicher, dass es nicht bei der Premierensaison der Ostkreisler in der vierten Liga bleibt. Der im Oktober bei den Stuttgarter Kickers geschasste Trainer Thomasz Kaczmarek hegte daran schon nach dem ersten Freiburg-Spiel keinen Zweifel, Völklingens Trainer Günter Erhardt zuletzt nach der 1:2-Niederlage seiner Mannen gegen den Mitaufsteiger auch nicht (die OP berichtete).

Auch Preußer hält es für „selbstverständlich“, dass die Eintracht noch eine zweite Spielzeit dranhängt. „Ein großes Kompliment an Stadtallendorf, das eine tolle Serie spielt“, schwärmt der 33-Jährige, der explizit lobt, „wie Umfeld, Fans und Spieler sensationell gut reagiert haben nach dem 0:9“ und nun eine „richtig schwierige Aufgabe“ erwartet.

Über Prognosen und Komplimente wie diese freut man sich am Herrenwald. „Doch davon haben wir die Klasse noch nicht gehalten“, tritt Bremer auf die Euphoriebremse, um dann noch ein wenig zu beschleunigen. „Wir scheinen auf einem wirklich guten Weg zu sein.“ Die Betrachtung der Gesamtsituation bestätigt dies.

Mal Vierer-, mal Dreierkette

Alle Südwest-Klubs in der 3. Liga – SV Wehen Wiesbaden (3.), SG Sonnenhof Großaspach (6.), Karlsruher SC (7.) und VfR Aalen (10.) – müssen derzeit nicht den Abstieg fürchten, was sich positiv auf die Absteigerzahl in der Regionalliga auswirken würde, genauso wie ein möglicher Aufstieg des Tabellenersten oder -zweiten oder sogar beider. Allerdings wird die Südwest-Staffel planmäßig auf 18 Teams reduziert.

Interessant dürfte sein, wie die „U 23“ des Sportclubs am Samstag agiert. Im Hinspiel setzte Preußer auf eine Vierer-Abwehrkette. Zuletzt ließ er aber häufiger zu dritt verteidigen. „Für uns gehört diese Variabilität dazu, um unsere Jungs auf den Profibereich vorzubereiten. Sie macht uns aber auch schwerer ausrechenbar“, weiß Preußer.

von Marcello Di Cicco

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