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Eintracht Stadtallendorf Sicaja: „Schönheit spielt keine Rolle“
Sport Lokalsport Eintracht Stadtallendorf Sicaja: „Schönheit spielt keine Rolle“
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09:01 14.04.2018
Eine Szene aus dem Hinspiel: Stadtallendorfs Israel Suero Fernandez (links) enteilt dem Mainzer Nenad Simic und erzielt den Siegtreffer zum glücklichen 2:1-Endstand. Quelle: Nadine Weigel
Stadtallendorf

Zeit zum Verschnaufen bleibt dieser Tage nicht für die Kicker der Eintracht. Nach dem Dienstag-Spiel gegen Worms ist vor der Partie gegen Kellerkind TSV Schott Mainz. Bereits am nächsten Dienstag (18.30 Uhr) kommt im SC Freiburg II ein Team mit Aufstiegs­ambitionen ins Herrenwaldstadion.

So voll der Spielplan der Eintracht ist, so hammerhart wird das Restprogramm der Rheinhessen: Nach dem Kräftemessen mit den Herrenwäldern muss der TSV Schott noch gegen die Top drei der Liga ran: den 1. FC Saarbrücken, Kickers Offenbach und Waldhof Mannheim. Nicht zuletzt deshalb weiß Frank Gerhardy, Sportlicher Leiter der Mainzer: „Das Spiel gegen Stadtallendorf müssen wir gewinnen.“ Wohl nur dann haben die Rheinland-Pfälzer noch eine Chance, einen der letzten drei sicheren Abstiegsplätze zu verlassen.

Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja schwört seine Mannen auf jeden Fall auf ein „ganz wichtiges Spiel“ ein. Mit einem Dreier könnten die Herrenwälder ihrerseits den Abstand auf die Abstiegsregion vergrößern. „Alle wissen, dass der Gegner bisher wohl mehr Punkte verdient gehabt hätte. Schönheit spielt in dieser Liga aber keine Rolle“, sagt Sicaja, der damit andeutet, dass sich der Gegner unter Wert verkauft hat.

Zu sehen war dies schon im Hinspiel, das die Mainzer dominierten – und nicht nur das. „Das Hinspiel war ein Spiegelbild der Saison“, hadert Gerhardy, ließ seine Team seinerzeit doch beste Tormöglichkeiten aus. „Dass wir keine Tore machen, zieht sich durch die ganze Saison. Fußball ist aber nun mal ein Ergebnissport“, stellt der Sportliche Leiter nüchtern fest. Sinnbild für die Ladehemmungen war lange Mittelstürmer Janek Ripplinger, der die Mainzer in der vergangenen Saison mit 37 Buden fast im Alleingang zum ersten Aufstieg der Vereinsgeschichte in die vierte Liga schoss. „Er hatte bis zur Winterpause gar kein Tor geschossen“, sagt Gerhardy. Inzwischen ist der Knoten bei dem 27-Jährigen geplatzt.

„Die Jungs sind eben alle keine Profis. Zudem haben wir wohl den kleinsten Etat der Liga“, meint Gerhardy, dessen Team all seine Spiele auf Kunstrasen austrägt. Sicaja fordert von seinem Team, gut organisiert zu sein und kompakt zu verteidigen – Tugenden, die die Eintracht gegen Worms zuletzt wieder besser beherzigte. „Jeder Zweikampf wird entscheidend sein“, meint Sicaja, der sich nicht zuletzt deshalb etwas ausrechnet, weil der Mitaufsteiger schon 66 und damit „nicht wenige Gegentore“ kassiert hat.

Während bei Stadtallendorf viele Spieler für die Innenverteidigung ausfallen (die OP berichtete), fehlen den Mainzern in Manuel Schneider (Knorpelschaden) und Konstantin Fring (Schulter) ebenfalls zentrale Spieler. Auch Nenad Simic fällt verletzungsbedingt aus. Sollte auch der angeschlagene Constantin Leinhos fehlen, wären es schon drei Abwehrspieler, die Coach Sascha Meeth fehlen. Zudem sei laut Gerhardy fraglich, ob Stürmer Arif Güclü und Denis Streker, der schon vier Bundesliga-Partien für die TSG Hoffenheim bestritten hat, zum Einsatz kommen können.
von Marcello Di Cicco