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Reißt Ulms Serie gegen die Eintracht?

Fußball-Regionalliga Reißt Ulms Serie gegen die Eintracht?

Nach einem Katastrophenstart hat sich der SSV Ulm gefangen - allerdings erst nach einem Trainerwechsel. An diesem Samstag (14 Uhr) ist die Stadtallendorfer Eintracht bei den Schwaben zu Gast im Donaustadion.

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Unter ihm läuft‘s beim SSV Ulm wieder: Der vom Co- zum Cheftrainer beförderte Tobias Flitsch (rechts), hier bei der Einwechslung von Volkan Celiktas.

Quelle: imago

Stadtallendorf. Wenn ein Team seit mehr als zwei Monaten ungeschlagen ist, dann neigt man gemeinhin dazu, zu glauben, dass es um die Meisterschaft mitspielt. In diesem Fall handelt es sich allerdings um eine Mannschaft, die es nach einem Fehlstart mit nur zwei Punkten aus den ersten fünf Begegnungen inzwischen geschafft hat, sich aus der Abstiegszone zu befreien.

Nach drei Pleiten zum Auftakt nahm Stephan Baierl, der die „Spatzen“ im vergangenen Jahr in die vierte Liga geführt hatte, Mitte August seinen Hut beim SSV - als erster Trainer der laufenden Spielzeit in der Südwest-Staffel. „Neue Reize und Impulse“ - so ließ sich Baierl im Stadionmagazin „Spatzennest“ zitieren - müssten her. Nach etwas mehr als dreijähriger Amtszeit stellte der 41-Jährige fest: „Ein gewisser Verschleiß und Abnutzungserscheinungen sind in so einer langen Phase einfach nicht von der Hand zu weisen.“

Baierls „Co“, Tobias Flitsch, übernahm zunächst als Interimscoach, ehe der 37-Jährige Ende August zum Cheftrainer befördert wurde. Und siehe da: Seither läuft es an der Donau. „Der junge Mann hat der Mannschaft wohl Stabilität gebracht und dafür gesorgt, dass alle an einem Strang ziehen. Sonst habe ich für diese Entwicklung auch keine Erklärung“, mutmaßt Stadtallendorfs Coach Dragan Sicaja aus der Ferne und scheint damit nicht daneben zu liegen. „Wir spielen ordentlich von hinten raus, haben einen guten Weg gefunden umzuschalten und haben eine gute Mischung sowie einen breiten Kader“, antwortet Flitsch auf OP-Nachfrage, was sich unter seiner Ägide getan habe.

Der Remis-König der Liga

Der mit acht Unentschieden unangefochtene Remis-König der Liga hat die vergangenen zehn Spiele nicht verloren - nimmt man den Pokal hinzu, sind es sogar 13. Punkteteilungen gegen den amtierenden Meister SV Elversberg (1:1) und 1. FSV Mainz 05 II (2:2) sowie ein Sieg gegen die Reserve des SC Freiburg (1:0) zeigen, dass es die mit einigen Drittliga-erfahrenen Spielern wie Florian Krebs, Christian Sauter oder Thomas Rathgeber gespickte Ulmer Mannschaft auch mit den Topteams der Staffel aufnehmen kann.

„Diese Mannschaft verfügt über Qualität ohne Ende“, warnt Sicaja. Ein Lob, das Flitsch gerne an die Herrenwälder zurückgibt, wenngleich er sie - im Gegensatz zu seinem Trainerkollegen - noch nicht persönlich in Augenschein nehmen konnte. „Wir haben aber unheimlich viele Videoanalysen gemacht“, sagt Flitsch, der dabei festgestellt hat: „Stadtallendorf geht vorne früh drauf und spielt aggressiv. Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe. Wir sind direkter Konkurrent und in einem Heimspiel haben wir auch eine gewisse Verantwortung, etwas für die Offensive zu tun.“

Nach den vergangenen kräftezehrenden Wochen mit Spielen gegen einige Spitzenmannschaften der Liga und dem Pokalfight gegen den KSV Hessen Kassel „werden wir eventuell die ein oder andere Umstellung vornehmen“, verrät Sicaja, ohne dabei konkret zu werden. Zuletzt stellte er Dorian Miric, Ivan Bozina und Valon Ademi für das Kreisoberliga-Team der Eintracht ab. Von einer Favoritenrolle will Sicaja nichts hören. „Wir machen uns aber auch nicht kleiner als wir sind“, sagt der Kroate nicht zu unrecht.

Zwar verlor die Eintracht die vergangenen vier Auswärtspartien in Folge, allerdings erst Ende Oktober in Hoffenheim mit mehr als einem Tor Unterschied (0:2). Während beim TSV bis auf den noch im Aufbautraining befindlichen Daniel Vier alle Spieler an Bord sind, macht sich Flitsch sorgen um seine Außenbahnen, fallen in Luca Graciotti und Steffen Kienle, der im Sommer vom Drittligisten VfR Aalen kam, noch verletzungsbedingt aus.

von Marcello Di Cicco

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