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Zildzovic steht vor Eintracht-Debüt

Fußball-Regionalliga Zildzovic steht vor Eintracht-Debüt

In der Zweitvertretung des SC Freiburg gibt eine spielstarke Mannschaft zum letzten Heimspiel des Jahres der Stadtallendorfer Eintracht am Samstag (14 Uhr) ihre Visitenkarte im Herrenwaldstadion ab.

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Bisher fehlte Amar Zildzovic (rechts, gegen Erdinc Solak) die Spielerlaubnis. Gegen die Bundesliga-Reserve des SC Freiburg steht der Mittelfeldspieler nun erstmals im TSV-Kader.

Quelle: Marcello Di Cicco

Stadtallendorf. 126 Tage – oder anders ausgedrückt: 20 Liga-Partien – war Amar Zildzovic zum Zuschauen gezwungen – und dies, obwohl er fit war. Das Problem: Dem Serben, der vor der Saison aus Alzenau gekommen war, fehlte bislang das Visum bis Saisonende, das für eine Spielberechtigung nötig war ( die OP berichtete mehrfach).

Dieser Tage erreichte den TSV schließlich die frohe Kunde, dass das fehlende Papier vorliegt, womit die lange Wartezeit zu Ende geht. Ob Zildzovic im letzten Heimspiel des Jahres im Kader steht? „Auf jeden Fall“, schießt es aus Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja heraus, „er hat so lange warten müssen“, gönnt es der seit vergangenem Sonntag 51-Jährige seinem Schützling, erstmals richtig dabei zu sein.

Im Tabellenvierten aus dem Breisgau, der bereits am Freitag anreist und in Stadtallendorf sein Nachtquartier bezieht, stellt sich laut Sicaja „eine der fußballerisch besseren Mannschaften der Liga“ vor. Das Hinspiel gewannen die Herrenwälder zwar 2:0, allerdings ließ die Mannschaft von Trainer Christian Preußer dabei eine Vielzahl an hochkarätigen Torchancen ungenutzt. „Der Gegner hat mit uns sicher noch eine Rechnung offen“, warnt Stadtallendorfs Muhamet Arifi, „aber wir werden dagegenhalten“.

Preußer: „Wir waren in einigen Spielen auch sehr stabil“

Laut Preußer sei die bittere Niederlage Mitte August „nicht mehr präsent“. „Das hat in der Vorbereitung auf dieses Spiel keine Rolle gespielt“, sagt der 33-jährige Übungsleiter, der sich nicht nur darüber freut, dass sein vorwiegend aus Spielern des Jahrgangs 1998 bestehendes Team um die Routiniers Ivica Banovic (37) und Felix Roth (30) die vergangenen vier Partien gewonnen und sich so in die Spitzengruppe der Südwest-Staffel vorgeschoben hat.

„Wir waren in einigen Spielen auch sehr stabil in engen Situationen und haben durch eine tolle Offensive überzeugt“, lobt Preußer, für den es „keine Rolle“ spiele, dass sich Aufstiegsrelegationsplatz zwei in greifbarer Nähe befinde. Auch bei der Eintracht machte sich nach dem überzeugenden 2:1-Sieg gegen Völklingen als Reaktion auf die 0:9-Klatsche gegen Elversberg Zufriedenheit breit. „Über diesen Sieg habe ich mich so gefreut wie nach dem ersten Regionalliga-Punkt in Elversberg. Denn wenn man so ein enges Spiel verliert, kann man in eine Rotation geraten, die gar nicht unserer bisherigen Leistung entsprochen hätte“, gibt Stadtallendorfs Fußball-Präsident Reiner Bremer zu bedenken.

Sicaja fordert Wille und Präsenz in Zweikämpfen

Nach dem „einmaligen Ausrutscher“ (Sicaja) blickt der TSV-Trainer voller Vorfreude nach vorn, schließlich steht die Eintracht mit bislang 29 Punkten blendend da. Allerdings weiß der Kroate, dass auch die Hürde am Wochenende hoch wird. „Es wird auf die Zweikämpfe, den unbedingten Willen und die Gruppendynamik ankommen – darauf, wer mehr dazu bereit ist, sich bei diesen Witterungsbedingungen zu opfern.“

Angeschlagen ist beim TSV Stürmer Del-Angelo Williams (Fuß), der am Mittwoch zwar mit dem Training aussetzte, bei dem es aber gehen dürfte. Daniel Vier hat seine Meniskus-OP gut überstanden, wird aber genauso wie Steven Preuß (Leiste) in den verbleibenden Partien vor der spielfreien Zeit keine Option mehr sein. Bei den Breisgauern fehlt zwar der ansonsten gesetzte Abwehrspieler Keven Schlotterbeck (Gelbsperre). „Das ist aber kein Problem. Vielleicht ist dafür ein U-19-Spieler dabei“, lässt Preußer durchblicken, dem noch der langzeitverletzte Lukas Bohro (Kreuzbandriss) fehlt.

von Marcello Di Cicco

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