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Diesmal ist die Rasenheizung an

Fußball-Regionalliga Diesmal ist die Rasenheizung an

Wohl dem Club, der zu dieser Jahreszeit über eine Rasenheizung verfügt – und sie auch nutzen kann. In Stuttgart, wo Eintracht Stadtallendorf an diesem Samstag auf die Kickers trifft, kann man davon ein Lied singen.

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Wessam Abdel-Ghani (links) im Zweikampf gegen Kickers-Spieler Lukas Scepanik. Das Hinspiel in Stadtallendorf endete 3:3, an diesem Samstag steigt das Rückspiel in Stuttgart.

Quelle: Tobias Hirsch

Stadtallendorf. Ärgerlich war der Ausfall der Partie Eintracht Stadtallendorf gegen SC Freiburg II am vergangenen Samstag insbesondere für die schon am Vortag aus dem Breisgau angereisten Gäste. Dass die Absage unvermeidbar war, belegt jedoch ein von den Herrenwäldern auf deren Facebook-Seite gepostetes Video. Darin zu sehen: Ein mit Schnee und Eis bedeckter Rasenplatz im Herrenwaldstadion. Eine gefrorene und vereiste Spielfläche gab es zur selben Zeit auch im Gazi-Stadion auf der Waldau – in der Heimstatt des Sportvereins (SV) Kickers am Fuße des Stuttgarter Fernsehturms, wo zuletzt die Reserve des Bundesligisten und Stadtrivalen VfB gegen den KSV Hessen Kassel hätte spielen sollen, wäre da nicht ein Problem gewesen.

Das Amt für Sport und Bewegung als Eigentümer des Stadions hatte darauf verzichtet, die Rasenheizung einzuschalten. Trotz der sich abzeichnenden Wetterlage. Trotz Erbitten seitens des VfB, die Anlage in Betrieb zu nehmen. So war es schließlich dem Schiedsrichter vorbehalten, kurzfristig festzustellen, dass die Austragung der Partie nicht möglich ist. Kurios, unnötig – vor allem aber ärgerlich für die finanziell klammen Nordhessen und deren Fans, die unverrichteter Dinge wieder die gut 350 Kilometer lange Heimreise antreten mussten.

„Es müsste ja schon mit dem Teufel zugehen“

Noch einmal soll es nicht zu einem solchen Fauxpas kommen, den man durchaus als „Schwabenstreich“ bezeichnen könnte. „Wir haben uns bereits zu Wochenbeginn vereinsintern und mit dem Amt für Sport und Bewegung als Stadioneigentümer abgestimmt. Das machen wir immer so und ist ein normaler Prozess. Die Rasenheizung läuft seit Montagvormittag“, lautet die frohe Kunde vonseiten Kim-Tobias Stehle, zuständig für die Heimspiel-Organisation bei den Kickers, auf OP-Anfrage.

Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja ist guter Dinge, dass er und sein Team am Freitag nicht umsonst angereist sind. „Es müsste ja schon mit dem Teufel zugehen  …“, meint der Kroate – trotz der Wetterprognose für die Schwabenmetropole am Wochenende, die da lautet: Schneefall und Temperaturen um den Gefrierpunkt.

Doch nicht nur unter technisch-organisatorischem, auch unter sportlichem Aspekt gab es am Regionalliga-Standort Stuttgart in den vergangenen Wochen interessante Entwicklungen: Mitte Oktober entließen die von Saisonbeginn an in den Abstiegskampf geratenen und dort noch immer verharrenden Kickers Trainer Tomasz Kaczmarek. Knapp zwei Wochen später wurde bekannt, dass man beim Erstliga-Lokalrivalen VfB über den Rückzug der zweiten Garde nachdenkt. Wiederum etwa drei Wochen danach gaben die Kickers bekannt, den vakanten Posten des Sportlichen Leiters mit dem früheren Bundesliga-Profi Martin Braun (SC Freiburg und 1. FC Köln) zu besetzen.

Kickers-Trainer lobt Eintracht

Eine Personalie ist beim Traditionsverein allerdings noch offen: die des Trainers. Wie geht es weiter mit Interimscoach Francisco Paco Vaz? Ist das Spiel gegen die Eintracht sein letztes als (kommissarischer) Cheftrainer? Bleibt er? Geht er? Fragen, die der 43-Jährige gern beiseiteschiebt, denn der Fokus liege einzig auf der letzten Partie vor der Winterpause. Nur so viel will Vaz verraten: „Intern laufen Gespräche mit Martin Braun. Wir sind in ständigem Austausch.“ Gut möglich also, dass der Spanier mit den Kickers die Eintracht auch im kommenden Jahr wiedersieht.

„Stadtallendorf hat eine sehr gute Hinrunde gespielt“, lobt Vaz, der sich mit seiner Mannschaft jedoch weniger auf den Gegner als „auf die eigenen Stärken“ fokussieren will – genau wie sein Gegenüber. „Es wird sicher nicht einfach zu gewinnen und Favorit sind wir ohnehin nirgendwo“, betont Eintracht-Coach Sicaja, „allerdings sind wir von dem überzeugt, was wir machen“.

von Marcello Di Cicco

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