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Zwischenspurt bringt BC auf die Siegerstraße

Basketball Zwischenspurt bringt BC auf die Siegerstraße

Bundesliga: Leipzig Eagles – BC Pharmaserv Marburg 57:85. Dank einer Leistungssteigerung nach der Halbzeitpause siegten die „Blue Dolphins“ deutlich mit 85:57 in Leipzig und schlossen die Hinrunde ohne Auswärtsniederlage ab.

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Zug zum Korb: Sherida Triggs (rechts) erzielte in Leipzig 13 Punkte für den BC Pharmaserv Marburg.

Quelle: Melanie Schneider

Leipzig. Mit der Unterstützung von knapp 70 Marburger Anhängern im Rücken sollte gegen die angeschlagenen „Eagles“ aus Leipzig, die aufgrund finanzieller Engpässe unter der Woche sogar ihre beste Punkte-Sammlerin gehen lassen mussten, eigentlich nichts schiefgehen. Doch das Pharmaserv-Team schien sich seiner Sache zunächst zu sicher.

„Wir sind schlecht aus den Startlöchern gekommen. Durch die Schwächung des Gegners hat uns wohl unbewusst die Spannung gefehlt“, bekannte Hicran Özen. Die Gäste benötigten fast das gesamte erste Viertel, um überhaupt ins Spiel zu finden. 15:9 führten die Leipzigerinnen nach acht Minuten, ehe „Dreier“ von Maggie Skuballa und Julia Gaudermann so wie ein schön vorgetragener Schnellangriff den BC in Führung brachte und das Team mit einem 19:17-Vorsprung das erste Viertel abschloss. Zwei Minuten später lagen die Gastgeberinnen wieder vorn (21:19), allerdings zum letzten Mal. Die energischen Ansprachen der BC-Trainerin Aleksandra Kojic („Ich bin zum ersten Mal in dieser Saison richtig laut geworden“) in Auszeiten und Viertel-Pause schienen langsam zu fruchten.

Gegen die aufopferungsvoll kämpfenden BBVL-Frauen ging das BC-Team nun allmählich energischer zu Werke. Bei suboptimaler Ausbeute unter dem Korb war es vor allem Maggie Skuballa (12 Punkte in der ersten Halbzeit) und der Treffsicherheit von der Drei-Punkte-Linie (sechs Treffer bei elf Versuchen) zu verdanken, dass es mit einem eigentlich noch zu knappen 36:31-Vorsprung in die Kabine ging. Durch verbesserte Verteidigungsarbeit gelang den Marburgerinnen dann aber zwischen der 23. und 26. Minute nach Ballgewinnen und Defensiv-Rebounds ein 13:0-Zwischenspurt zum 53:35 und die Partie war entschieden. Auch die hohe Foul-Belastung (Skuballa, Özen und Sherida Triggs handelten sich im dritten Abschnitt je ihr viertes, Lisa Koop gar ihr fünftes Foul ein) konnte den Gästen nicht mehr gefährlich werden.

Angeführt von Captain Amanda Davidson, die ihre gesamten elf Zähler nach dem Seitenwechsel erzielte, ließen die Gäste den Leipzigerinnen über 61:45 (nach 30 Minuten), 66:49 (34.) und 75:49 (38.) nicht mehr den Hauch einer Chance. Nicht nur die Viertel-Ergebnisse, sondern auch das Rebound-Verhältnis der letzten 20 Minuten (16:3 für Marburg) sprechen Bände. „In der zweiten Halbzeit haben wir endlich Basketball gespielt“, war Kojic letztlich zufrieden, wenngleich sie die zu laxe Einstellung ihrer Schützlinge in der Anfangsviertelstunde nicht tolerieren wollte. Ein Sonderlob gab es aus Mund der BC-Trainerin für den knapp 20-minütigen Auftritt der 17-jährigen Julia Gaudermann.

Zum Abschluss der Hinrunde kommt es in Marburg am kommenden Samstag (20 Uhr) in der kleinen Georg-Gaßmann-Halle zum Topspiel: Zu Gast sind die punktgleichen „Eisvögel“ aus Freiburg. In der Halbzeitpause der Bundesliga-Begegnung Herner TC – TSV Wasserburg wurden am Samstag die Viertelfinal-Paarungen um den Deutschen Pokal ausgelost. Der BC Pharmaserv Marburg zog dabei das wohl schwerste Los. Mitte Januar muss das Team beim amtierenden Deutschen Meister und Cup-Verteidiger, Saarlouis Royals, antreten. „Dies ist eine große Herausforderung. Wer den Pokal gewinnen will, muss aber auch gegen Saarlouis bestehen“, sagte Aleks Kojic. Außerdem hat der BC gegen die Royals noch etwas gutzumachen. Das Ligaspiel zu Hause ging mit 64:70 verloren.

Pokal, Viertelfinale (16./17. Januar 2010: Saarlouis – Marburg; Wolfenbüttel – Wasserburg; Mainz – Freiburg; Donau-Ries – Herne.

von Marcus Richter und Michael E. Schmidt

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