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Wirbelwind Turner nicht zu fassen

Basketball Wirbelwind Turner nicht zu fassen

Spannend bis zur letzten Sekunde verlief die Halbfinalbegegung zwischen den Blue Dolphins und den Eisvögeln aus Freiburg, die nach ihrem Sieg am Freitag den Einzug ins Finale erreichen könnten.

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BC Marburgs Shenita Landry (Mitte) setzt sich im Dribbling gegen die Freiburgerinnen Jahzinga Tracey (links) und Mirna Paunovic durch.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Das hatten sich nicht nur die Blue Dolphins anders vorgestellt. Eigentlich sollte gegen die Eisvögel des USC Freiburg ein Sieg her, um für das nächste Spiel in der Serie „Best of 3“ die günstigere Option zu haben. Auch die Fans waren bis in die Schlusssekunden der spannenden Partie noch guter Hoffnung, dass ein Sieg gelinge.

Doch die cleveren Freiburgerinnen hielten dem zuweilen recht unkonzentrierten Anrennen der Blue Dolphins stand und standen schließlich als verdiente Sieger da.

Dabei fing es recht vielversprechend für die Marburgerinnen an. Immer wieder war es Lisa Koop, die die Bälle im Korb der Gäste versenkte. Dass es zur Viertelpause dennoch nur zur knappen 12:11-Führung langte, lag an den vielen vergebenen Chancen.

Im zweiten Abschnitt deutete die dribbelstarke Yvonne Nicole Turner an, das sie an diesem Tag für Freiburg zur Matchwinnerin werden würde. Und auch Mirna Paunovic – erst in der 7. Minute des Spiels eingewechselt – verlieh ihrem Team weitere Stabilität, während Marburg zusehends den Faden verlor und sich in der 15. Minute mit 16:26 im Rückstand sah.

Doch die Marburgerinnen, die bis dahin mit ihren Versuchen von der Drei-Punkte-Linie kläglich gescheitert waren, fanden wieder zurück ins Spiel. Hicran Özen und Captain Amanda Davidson gelangen endlich die Dreier, sodass sich die Gästeführung zur Halbzeit mit 33:27 wieder einigermaßen erträglich las.

Im dritten Viertel war es immer wieder Freiburgs Turner, die sich schier mühelos durch Marburgs Abwehr dribbelte undPunkt um Punkt für ihr Team holte.

Mit 14 Punkten (32:46) lagen die Blue Dolphins im Hintertreffen, und so manchem Fan schwante Schlimmes. Doch Marburg kämpfte sich wieder heran. Die bis dahin recht glücklos agierende Maggie Skuballa fasste sich ein Herz und setzte zwei Dreier in Folge zum 43:47. Jetzt tobte die Halle. Bis zur letzte Pause hielten die Freiburgerinnen den Vier-Punkte-Vorsprung (47:51).

Im letzten Viertel mündete die Partie in ihren dramatischen Höhepunkt. Erneut war es Skuballa, die mit zwei Dreiern die Blue Dolphins auf 53:55 heranbrachte. Und als die fleißige Shenity Landry in der 34. Minute den 55:55-Gleichstand markierte, waren die Zuschauer wieder aus dem Häuschen.

Jetzt waren auf dem Feld, aber auch auf den Zuschauerrängen gute Nerven gefragt. Die Gäste setzten sich wieder auf 64:59 ab. Aber noch immer war die Partie nicht gelaufen. Amanda Davidson gelang 45 Sekunden vor Schluss ein Dreier zum 62:65. Doch damit hatten die Gastgeber ihr Pulver verschossen. Sie scheiterten Sekunden vor Schluss mit zwei Dreierversuchen.

Freiburgs Trainer Harald Janson zeigte sich verwundert, wie gut sein Team die Strapazen vom Viertelfinale verkraftet habe. „Ohne die überragende Vorstellung von Yvonne Turner hätten wir kaum gewinnen können“, sagte er, „aber das hier in Marburg war ein Aperitif, die Hauptspeise folgt in Freiburg.“

„Das waren heute Turner-Spiele“, sagte Marburgs Trainerin Aleksandra Kojic. Im ersten Viertel hätte ihr Team einen größeren Vorsprung erzielen können, „doch wir sind mit unseren Chancen zu nachlässig umgegangen. Wer Meister werden will, muss besser spielen. Das werden wir am Freitag in Freiburg tun.“

von Bodo Ganswindt

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