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BC Marburg Vor Gipfeltreffen herrscht Zuversicht
Sport Lokalsport BC Marburg Vor Gipfeltreffen herrscht Zuversicht
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21:06 10.11.2010
Maggie Skuballa macht einen Korb. Morgan Henderson ist chancenlos. Quelle: Nadine Weigel

Marburg. In der 4. Saison spielt Maggie Skuballa inzwischen beim BC Marburg. Die 23-Jährige absolviert zurzeit eine Ausbildung zur Physiotherapeutin in Gießen, ihrem Heimatort. Nach der Schule fährt sie nach Marburg zum Training – täglich.

Ihr Team, die Blue Dolphins, ist derzeit das Maß der Dinge in der Bundesliga. Nach sieben Spielen führen die Marburgerinnen die Tabelle an, und zwar als einzige noch ungeschlagene Mannschaft. Dazu hat auch Maggie Skuballa einen nicht unerheblichen Beitrag geleistet.

Sie repräsentiert den Typ der Kämpferin auf dem Feld. Wer sie in Aktion erlebt, weiß, was das bedeutet.

Ihr ist der unbedingte Wille anzusehen, als Siegerin den Platz zu verlassen. Ihr körperbetontes Spiel in der vermeintlich körperlosen Sportart ist unverkennbar. Mit dynamischem Drang zum Korb stellt sie so manche Defense vor schier unlösbare Aufgaben. Ihre Trefferquote ist im Augenblick hervorragend. Maggie ist aus dem ohnehin nur noch achtköpfigen Kader der Blue Dolphins nicht wegzudenken.

„Wir sind gut in Form“, sagt sie, „das waren wir in der vergangenen Saison auch, immerhin sind wir Dritter geworden, aber diesmal sind wir noch eine Schippe besser.“

Sie führt dies unter anderem darauf zurück, dass sich die Mannschaft in den vergangenen drei Jahren personell nur marginal verändert habe. „Wir sind aufeinander eingespielt und verstehen uns nicht nur auf dem Feld hervorragend“, betont sie, „und das macht uns zu einem besseren Team.“ Überdies passe Shenita Landry, die neue US-Amerikanerin, perfekt in das Gefüge. „Sie hat sich super integriert.“

Die acht Aufrechten hören auf Trainerin Aleksandra Kojic. „Sie spielt natürlich eine ganz wichtige Rolle für den Erfolg der Mannschaft und wird als Autorität uneingeschränkt respektiert“, sagt sie.

Dass sie selbst seit Wochen konstant auf hohem Niveau spielt, ist für die Nationalspielerin eigentlich eine Selbstverständlichkeit: „So sollte es doch sein.“ Ein gutes Training und der Umstand, dass sie bisher von Verletzungen verschont geblieben ist, geben ihr die Zuversicht, dass es dieses Jahr reichen könnte, am Ende der Saison ganz oben zu stehen.

Ein Kräftemessen auf höchster Ebene ist die Begegnung mit den Saarlouis Royals, die seit Jahren die dominierende Rolle im deutschen Frauenbasketball spielen, zuletzt allerdings gegen den TSV Wasserburg schwächelten und eine Niederlage einstecken mussten.

„Wir haben keine Angst vor Saarlouis“, sagt Maggie Skuballa, „es wird sicher ein gutes und spannendes Spiel mit knappem Ausgang, sollten beide Teams ihr Leistungsvermögen abrufen können. Aber mit der Unterstützung unserer treuen Fans werden wir gewinnen. Was sonst?“

von Bodo Ganswindt

Einen Rabatt-Gutschein für das Heimspiel des BC Pharmaserv Marburg gegen den TV Saarlouis gibt es in der Freitagsausgabe.

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