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Trainerin Kojic sieht ihr Team im Vorteil

Basketball Trainerin Kojic sieht ihr Team im Vorteil

Mit einer erfolgreichen Revanche für das Vorjahres-Aus will der BC Pharmaserv Marburg gegen den SV Halle Lions das Playoff-Halbfinale um die deutsche Basketball-Meisterschaft erreichen.

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Maggie Skuballa und Halles Michaela Abelova (links) stehen sich mit ihren Klubs im Playoff-Viertelfinale gegenüber.

Quelle: Archivfoto

Marburg. Im Gegensatz zur Vorsaison, als die Marburgerinnen Platz vier in den beiden abschließenden Hauptrundenspielen noch leichtfertig verspielten und zweimal in gegnerischer Halle antreten mussten, haben die „Dolphins“ als Hauptrundenvierter diesmal gegen die einen Platz schwächer platzierten „Lions“ den Vorteil, dass sie ein möglicherweise entscheidendes drittes Spiel am Freitag, 9. April (20 Uhr), zu Hause austragen könnten.

Doch so weit ist es noch nicht. Zunächst stehen sich beide Teams am Ostersamstag bereits um 16.30 Uhr in der kleinen Gaßmann-Halle gegenüber und das zweite Spiel findet am Ostermontag, 5. April, ab 16 Uhr, in Halle statt. Und dabei soll es, ungeachtet der unerfreulichen „Nebengeräusche“ nach der Strafanzeige von Halles Spielerin Lejla Bejtic gegen Sherida Triggs und der Rassismusvorwürfe der Marburger im Gegenzug gegen Hallenser Fans (die OP berichtete), rein sportlich zugehen, versichern beide Klubs.

„Wir konzentrieren uns auf das Sportliche, wollen uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen und ins Halbfinale einziehen. Das wird nicht einfach, weil sich Halle vor allem in der Rückrunde sehr stark präsentiert hat und in der Verteidigung sehr stark und aggressiv spielt. Das wird eine enge Kiste. Aber auch wir haben bislang eine tolle Saison gespielt, und ich bin überzeugt, dass wir als Mannschaft stärker besetzt sind“, geht Marburgs Trainerin Aleksandra Kojic optimistisch in die Viertelfinalspiele gegen das Team aus Sachsen-Anhalt.

Maßgeblichen Anteil am Aufschwung der Lions hat nach Ansicht Kojics Carmen Guzman, die im Dezember von Leipzig nach Halle gewechselt war. „Sie ist der Dreh- und Angelpunkt bei den Lions, die tragende Säule Spiel, markiert im Schnitt 18 Punkte“, lobt der „Dolphins“-Coach die nur 1,75 Meter große US-Amerikanerin.

Doch auch die übrigen drei Ausländerinnen im Team von Trainer Peter Kortmann weisen nach Kojics Einschätzung überdurchschnittliche Bundesliga-Qualitäten auf. Guzmans Landsfrau Jennifer Bender kam im Laufe der Rückrunde immer besser in Schwung, die Bosnierin Bejtic und die Slowakin Michaela Abelova, beide bereits lange Jahre in der Bundesliga aktiv, zählen zu den besten Flügelspielerinnen der Liga.

Neben diesem starken ausländischen Quartett verfügt Halles Trainer Kortmann in Caroline Sterner auf dem Flügel sowie Andrea Damm auf der Centerposition über zwei starke deutsche Spielerinnen. „Die übrigen Spielerinnen in Halles Kader aber sind deutlich schwächer“, sieht Aleksandra Kojic ihre „Dolphins“ in punkto Ausgeglichenheit und besser besetzter Bank im Vorteil. Vor allem in einem möglichen dritten Spiel könnte dies den Ausschlag geben.

„Wir haben nach dem Ende der Hauptrunde zwei Tage regeneriert, in den vergangenen Tagen sehr gut und hart trainiert und werden das auch bis zum Samstag noch tun. Die Mannschaft ist gut in Schuss und will ins Halbfinale. Wir sind unberechenbarer als Halle, und wenn jede meiner Spielerinnen ihre Leistungsgrenze erreicht, werden wir dies auch schaffen“, ist Kojic zuversichtlich.

von Frank Steinhoff-Wolfart

Mehr lesen Sie am Dienstag in der gedruckten OP.

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