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BC Marburg Starkes Spiel nach holprigem Start
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10:54 22.02.2018
Nach dem Rückstand zu Beginn nahm Tonisha Baker (rechts, im Europapokal gegen Arad) gestern beim SV Halle Lions das Heft in die Hand und brachte Marburg mit sieben Punkten in Folge wieder heran.  Quelle: Michael Hoffsteter
Halle

Allerdings bleiben die „Blue Dolphins“ weiterhin zwei Punkte hinter Bad Aibling und Herne, die die Plätze drei und vier belegen. Der 90:81-Erfolg von Bad Aibling gegen Saarlouis war erwartet worden. Nicht unbedingt jedoch der Erfolg des TC Herne gegen den Spitzenreiter Keltern. Herne setzte sich gestern Abend nach einer bis in die Schlusssekunden spannenden Partie mit 77:73 durch.

Die Marburgerinnen hatten indes gestern beim SV Halle Lions keine größeren Probleme, sieht man mal von den ersten acht Minuten ab. Das Team von Cheftrainer Patrick Unger gewann hochverdient mit 85:65.
„Ich hatte den Eindruck, das Team war etwas nervös nach der klaren Halbzeitführung.

Wahrscheinlich hatte es noch das Hinspiel im Kopf, in dem wir auch hoch geführt und dann knapp verloren hatten“, sagte Unger. „Wir müssen künftig ruhiger bleiben und über unsere Defensive ins Spiel finden, was uns im Verlauf der Partie aber mehr und mehr gelungen ist.“

Statistik

SV Halle - BC Marburg 65:85 (23:26, 7:22, 19:22, 16:15)

SV Halle Lions: Lena Büschel (4), Inken-Viktoria Henningsen (6/1 Dreier), Brittany Hrynko (17/1), Kimberlay Pohlmann (3/1), Nadja Prötzig (2), Laura Schinkel, Janina Schinkel (4), Khadijan Shumpert (11), Milan Quinn (18), Tijana Dukic.

BC Pharmaserv Marburg: Alexandra Wilke (9/1), Marie Berthold (9/1), Finja Schaake (10/1), Katlyn Yohn (21/5), Svenja Greunke (6), Kim-Malin Winterhoff, Tonisha Baker (16/2), Paige Bradley (7/1), Diana Voynova (5), Stephanie Wagner (2).

Es gab nach der klaren 48:30-Pausenführung zwar einige kurze Phasen, in denen Marburg etwas unkonzentriert agierte, unter dem Strich jedoch verlor die Mannschaft niemals den Faden. Somit gab einen souveränen Erfolg. Marburgs beste Schützin Katlyn Yohn machte die Länderspielpause mit verantwortlich für den holprigen Start des BC: „Es war schon ein bisschen schwierig, ins Spiel zu finden, weil wir die Woche zuvor nur zweimal zusammen trainieren konnten. Doch nach dem ersten Viertel haben wir vor allem bei den Rebounds hervorragend agiert. Das überragende zweite Viertel war letztlich der Schlüssel zum Erfolg.“

Halle hatte in der Tat einen sehr starken Beginn zu verzeichnen, führte nach fünf Minuten mit 12:5. Dies lag auch daran, dass die Marburgerinnen zu viele sogenannte leichte Punkte liegen ließen. Denn in der Verteidigung agierten die „Dolphins“ durchaus stark. Danach war es Halles Milan Quinn, die die Führung ihrer Mannschaft mit neun Punkten in Folge auf 21:13 ausbaute. Gespielt waren zu diesem Zeitpunkt acht Minuten.

Gäste agierten im zweiten Abschnitt sicherer

Es folgte eine Art Schlüsselszene: Tonisha Baker eroberte sich den Ball nach einem verbissenen Kampf am Boden und traf mit einem Korbleger. Es sollte die Initialzündung für eine Aufholjagd sein. Baker gelangen sieben Punkte in Folge, Finja Schaake schließlich war es, die für die 26:23-Führung nach dem ersten Viertel sorgte.

Im zweiten Spielabschnitt agierten die Gäste viel sicherer im Abschluss, gewannen zudem die Hoheit bei den Rebounds. Hinzu kamen nur wenige Ballverluste. Marburg ließ lediglich sieben Punkte zu, erzielte demgegenüber aber 22. Demzufolge gab es die klare Pausenführung von 48:30, die danach niemals in Gefahr geriet.

Halles Coach Christian Steinwerth bemängelte vor allem die fehlende Disziplin nach dem guten Start: „Immer wenn wir schnell führen, verlieren wir unverständlicherweise den Kopf.“

von Marcus Richter und Michael E. Schmidt