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BC Marburg Siegesserie hält auch bei den „Löwen“
Sport Lokalsport BC Marburg Siegesserie hält auch bei den „Löwen“
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20:15 21.11.2010
Kampf war Trumpf in Halle: Maggie Skuballa (Mitte) behauptet sich gegen Margaret Dwyer (links) und Karia Babica, die zu Boden geht. Quelle: Melanie Schneider

Halle. „Gewonnen! Toll!“, war der erste Kommentar von Marburgs Trainerin Aleks Kojic nach einer bis in die Schlusssekunden spannenden Begegnung. Nachdem von den acht Akteurinnen im blauen BC-Dress drei mit je fünf Fouls ausgeschieden waren (Koop/37. Minute, Skuballa/39. Gohrke/40.), brachten die verbliebenen Fünf den Vorsprung über die Zeit.

Michaela Abelova und Caroline Sterner trafen für die Gastgeberinnen in der Schlussphase nur je einen von zwei Freiwürfen. Auch Marburgs Shenita Landry konnte 14,6 Sekunden vor Ende ebenfalls nur einmal von der Linie verwandeln, doch hielt die BC-Verteidigung dem letzten Angriffsversuch der Hallenserinnen stand.

Nach zerfahrenem Beginn mit Ballverlusten, Fehlwürfen und Fouls auf beiden Seiten eroberte sich der Tabellenführer nach den ersten zehn Minuten eine 14:12-Führung.Durch sehenswerte Aktionen, vor allem gute Anspiele auf die Centerinnen, bauten die „Dolphins“ den Vorsprung auf sechs Zähler aus (26:20, 16. Minute). In der sehr körperbetont geführten Partie brachte Marburg den Gegner durch gute Verteidigung immer wieder in Zeitnot. Die Überlegenheit im Rebound (38:29) brachte zusätzlich Entlastung oder zweite Wurfchancen. Jedoch fand das Pharmaserv-Team nie so richtig den Rhythmus, zeigte nicht immer die nötige Präsenz. Dennoch ging der Spitzenreiter mit einem 32:26 in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel glichen die „Lions“ nach drei Minuten aus (32:32) und gingen durch ihre auffälligste Akteurin, Yolanda Paige, sogar in Führung (35:34, 24.). Zwei „ganz wichtige Dreier“ (Kojic) von Sandra Weber binnen 50 Sekunden verschafften dem Gast wieder Luft (47:42, 27.). Mit 53:48 ging es in die letzte Pause. Lisa Koop, Maggie Skuballa und Natalie Gohrke waren zu diesem Zeitpunkt schon mit je vier Fouls belastet.

Skuballa besorgte mit zwei Korblegern das 57:50 (34.). Doch die „Lions“ ließen sich nicht abschütteln. Der BC ließ sich von der Hektik in der engen und von zwei lautstarken Fan-Lagern in einen Hexenkessel verwandelten Sporthalle anstecken. „Wir haben nicht unser Spiel gespielt. Es war ein einziger Kampf“, war Marburgs beste Punktesammlerin, Sandra Weber, nicht ganz zufrieden.

Zweieinhalb Minuten vor Ende brachte Margaret Dwyer die Hallenserinnen per Dreier auf 58:59 heran. Doch Hicran Özen ließ die 35 mitgereisten BC-Fans im direkten Gegenzug ebenfalls per Distanzwurf jubeln.
In der Schlussphase verpassten die Gäste sogar noch mehrere gute Möglichkeiten, den Sack früher zuzumachen.

„Wir haben die wichtigsten offensiven Optionen des Gegners weitgehend aus dem Spiel genommen“, sah BC-Trainerin Aleksandra Kojic in der über weite Strecken guten Marburger Verteidigungsarbeit letztlich den Schlüssel zum Sieg.

von Marcus Richter

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