Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Özens Nervenstärke sichert BC Pharmaserv den Sieg

Basketball Özens Nervenstärke sichert BC Pharmaserv den Sieg

Der BC Pharmaserv Marburg bleibt Spitzenreiter der Basketball-Bundesliga der Frauen. Der 64:59-Erfolg über Wolfenbüttel fiel aber nur unter die Rubrik „Arbeitssieg“.

Voriger Artikel
Beste Abwehr prüft besten Angriff
Nächster Artikel
„Dolphins“ erwartet ein „Hammerspiel“

Augen zu: Die ballführende Shenita Landry verschafft sich im Zweikampf mit Wolfenbüttels Carla Donetta Bartee Platz im Angriffsspiel.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. „Wir haben Glück gehabt. Wir haben ganz schlecht verteidigt und viele Fehler gemacht. Aber Wolfenbüttel hat kein Kapital daraus geschlagen. Viele Dinge, die wir im Vorfeld angesprochen haben, sind nicht umgesetzt worden. Wir haben zu oft die Kontrolle über die Partie verloren und unstrukturiert gespielt. Hauptsache gewonnen“, war Marburgs Trainerin Aleksandra Kojic mit dem Ergebnis, nicht aber mit dem Spiel ihrer Mannschaft zufrieden, bei der die verletzte Amanda Davidson schmerzlich vermisst wurde.

Den Sieg hatten die Marburgerinnen letztlich auch der Nervenstärke von Hicran Özen zu verdanken, die auf der Spielmacherposition eine „ordentliche Partie ablieferte“ (Kojic). Nachdem das Marburger „Urgestein“ noch mit zwei Dreipunkte-Versuchen in der Schlussphase Riesenpech gehabt hatte, behielt sie in den letzten 20 Sekunden von der Freiwurflinie Nervenstärke. Alle vier Versuche verwandelte sie eiskalt und machte den Sieg der „Dolphins“, der lange am seidenen Faden hing, perfekt.

 

Die Anfangsminuten gehörten den Gästen um die starken Charmaine Callahan, Carla Bartee und Ofa Tulikihihifo. 7:2 führte die Mannschaft von Cheftrainer Vlastibor Klimes, die die Gastgeberinnen kaum ins Spiel kommen ließen. Erst in den letzten 150 Sekunden des ersten Viertels lief es auch bei den „Dolphins“ rund. Maggie Skuballa besorgte beim 10:9 die erste Führung (8.), zwei Dreier von Sandra Weber und Neuzugang Carlene Hightower (mit ihrem ersten Ballkontakt) sowie ein Korb von Shenita Landry sorgten nach zehn Minuten für ein scheinbar beruhigendes 18:11.

Doch im zweiten Viertel lief bei den Marburgerinnen gar nichts zusammen. Immer wieder wollten Skuballa und Weber mit dem Kopf durch die Wand und verzettelten sich in Einzelaktionen. Eine katastrophale Wurfausbeute kam hinzu und Wolfenbüttel, das keineswegs überragend spielte, kam wieder ins Spiel und kurz vor der Halbzeitsirene zur 30:27-Führung.

Bis Mitte des dritten Viertels liefen die Marburgerinnen dem Rückstand hinterher, blieben aber, nicht zuletzt dank der Reboundstärke von Natalie Gohrke und Shenita Landry dran.Özens Dreier und ein Korb von Lisa Koop sorgten für das 45:44. Koop, Gohrke mit einem Dreier und Finja Schaake legten nach. Nach 30 Minuten führte Marburg wieder mit 51:48.

Doch auch im letzten Viertel gelang es den „Dolphins“ nicht, Ruhe ins Spiel zu bringen und sich abzusetzen. Die Partie wurde nun immer hektischer, Fehler auf beiden Seiten sorgten für wechselnden Ballbesitz.
Als Skuballa viereinhalb Minuten vor Schluss einen Dreier zum 59:54 verwandelte, schien die Entscheidung gefallen, doch nach dem 60:54 durch einen Freiwurf von Lisa Koop blieben die Marburgerinnen fast drei Minuten ohne Korberfolg.

Wolfenbüttel nahm die Geschenke aber nur bis zum 60:59 an, denn nach einer letzten Auszeit der Gäste behielt Hicran Özen von der Freiwurflinie ein ruhiges Händchen.

von Frank Steinhoff-Wolfart

Voriger Artikel
Nächster Artikel
../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-170810-99-590624_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Bali wird zum Ziel digitaler Nomaden