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BC Marburg Noch muss die Trainerin improvisieren
Sport Lokalsport BC Marburg Noch muss die Trainerin improvisieren
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10:42 07.10.2011

Marburg. „Die Rhein-Main Baskets haben derzeit das beste Team, seitdem sie in der Bundesliga spielen“, sagt Marburgs Trainerin Aleksandra Kojic und zollt dem Gegner damit großen Respekt. Kein Wunder! Schließlich waren die beiden Auftaktspiele der Südhessinnen ein erster Fingerzeig. Dem Sieg gegen Wolfenbüttel (69:66 beim Season Opening in Chemnitz) folgte eine unglückliche und knappe 67:69-Niederlage beim Topfavoriten der Liga, dem TSV Wasserburg (mit der ehemaligen BC-Spielerin Hicran Özen). Der Erfolg gegen Wolfenbüttel wurde inzwischen mit 20:0 für die Baskets gewertet, da Wolfenbüttel eine nicht einsatzberechtigte Akteurin auf den Spielberichtsbogen notiert hatte.

„Was das Team in Wasserburg abgeliefert hat, war richtig stark. Sekunden vor dem Ende stand es gar vor einem Sieg. Ich mache mir nichts vor: Es wird am Sonntag für uns ganz schwer, gegen die Rhein-Main Baskets in ihrer eigenen Halle zu gewinnen“, sagt der Headcoach des Pharmaserv-Teams. Ihren gedämpften Optimismus erklärt Kojic mit der seit Wochen misslichen personellen Lage. „Von der ursprünglichen Planung her hinken wir einige Wochen hinterher. Ich sehne den Tag herbei, an dem mir im Training zehn Spielerinnen zur Verfügung stehen.“ Die Folge: Improvisation wird groß geschrieben. Um „fünf gegen fünf“ trainieren zu können, lädt Kojic immer wieder Gast- und Nachwuchsspielerinnen zum Training ein. Dennoch: „Die Spielerinnen gehen hervorragend mit der Situation um, ziehen großartig mit und sind hoch motiviert. Auch ich werde die Geduld nicht verlieren, sondern trotz aller Nackenschläge weiterhin kontinuierlich hart arbeiten. Wir wissen alle damit umzugehen.“

Unter der Woche hat sich die Lage beim BC nicht gerade entschärft – im Gegenteil. Hinter dem Einsatz von Tina Menz am Sonntag steht nach ihrem noch nicht vollständig geheilten Bänderriss ein großes Fragezeichen; sie konnte nicht trainieren. Ebenso mit dem Training aussetzen mussten Natalie Gohrke und Maggie Skuballa (beide litten an einer Magen-Darm-Infektion).

Bundesliga, 3. Spieltag: Chemcats Chemnitz - TSV 1880 Wasserburg (Sa., 17 Uhr), SV Halle Lions - Nördlingen Donau-Ries, BG Rotenburg/Scheeßel - Osnabrück Panthers (beide Sa., 18 Uhr), New Basket Oberhausen - TV Saarlouis Royals (Sa., 19 Uhr), Eisvögel USC Freiburg - BV Wolfenbüttel (Sa., 19.30 Uhr), Rhein-Main Baskets - BC Pharmaserv Marburg (So., 15.30 Uhr, Brühlwiesenhalle Hofheim).

von Michael E. Schmidt