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Niederlage: Lehrstunde für die Blue Dolphins

Basketball-Frauen-Bundesliga Niederlage: Lehrstunde für die Blue Dolphins

Die Saison in der Basketball-Bundesliga der Frauen hat begonnen – der BC Pharmaserv Marburg ist aber überhaupt nicht aus den Startlöchern gekommen.

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Marburg . Die Spielerinnen der „Blue Dolphins“ trotteten mit gesenkten Köpfen in die Kabine. Und auch Trainerin Aleksandra Kojic ging als Erstes dorthin, um ein paar deutliche Worte an ihre Mannschaft zu richten. 54:80 gegen den TSV Wasserburg – die Deutlichkeit der Niederlage hatte gesessen.
„Unsere Verteidigung ist einfach schlecht gewesen“, sagte Kojic in der Analyse. Und: „Wir haben schlecht geworfen.“ Beides zusammen führt im Basketball dann eben zu einem solchen Ergebnis, vor allem, wenn der runderneuerte Gegner in dieser Spielzeit der Meisterschaftsfavorit Nummer eins ist. Wasserburg habe das „Who is who“ der Bundesliga zusammen, sagte Kojic. „Trotzdem kann man auch gegen das ‚Who is who‘ anders verteidigen. Da müssen fünf Leute 100 Prozent verteidigen.“
Die Marburgerinnen standen von Beginn an auf verlorenem Posten. Nur bis zum 9:9 war die Partie ausgeglichen. Was vor allem am kämpferischen Einsatz der neuen Centerspielerin Samantha Baranowski lag, die in der Anfangsphase fünf Punkte machte und couragiert verteidigte.
Danach allerdings traf auch die US-Amerikanerin einige schlechte Entscheidungen und wollte den Korberfolg erzwingen. Wie so vieles gezwungen und kopflos wirkte. Unter dem Korb kam der BC überhaupt nicht durch, von außen wollte einfach nichts fallen. Lediglich drei von 20 Dreiern gingen rein, indiskutable 24 Prozent der Feldwürfe trafen die „Blue Dolphins“ und in Brettnähe gar nur elf von 41 Versuchen. „Wir haben die Würfe also offenbar bekommen“, sagte Aleksandra Kojic. Die Ausbeute sei jedoch „katastrophal“ gewesen.

Zur Pause wächst der Rückstand

Wasserburg zog mit einem 11:0-Lauf auf 20:9 davon. Dann erst traf Martha White. Eine Initialzündung war das aber ebenso wenig wie der einzige getroffene Dreier von Amanda Davidson zum 14:22. Wasserburg hatte immer postwendend die passende Antwort. Emma Cannon war unter dem Korb nie zu stoppen, sie erzielte 22 Punkte und schnappte sich 12 Rebounds. Zudem trieb die deutsche Nationalspielerin Anne Breitreiner ihr Team an und auch die Finnin Tiina Sten bot eine gute Leistung. So wuchs der Marburger Rückstand bis zur Pause auf 23:39.
Wer von den 1000 – überwiegend Marburger – Zuschauern auf eine Aufholjagd gehofft hatte, wurde enttäuscht. Im Gegenteil: Mit 21:13 ging das dritte Viertel an Wasserburg, das Team aus Bayern hatte zwischenzeitlich 30 Punkte Vorsprung. Ausreden wie die ungewohnte Großsporthalle oder das frisch verlegte Parkett ließ Aleks Kojic aber nicht gelten. Zwar habe der besondere Rahmen beim Season Opening gerade bei den vielen jüngeren Spielern vielleicht eine Rolle gespielt. Aber: „Wir müssen ja auch auswärts Bälle treffen.“ Korbleger und Verteidigen gehe zudem auch auf dem Freiplatz. „Wir haben definitiv nicht das aufs Parkett gebracht, was wir trainiert haben. Das wird sich im Laufe der nächsten Wochen ändern. Das muss sich ändern.“

Statistik:

BC Pharmaserv Marburg – TSV Wasserburg 54:80
Marburg: Skuballa (9), Gohrke (1), Bozovic, Schaake (3/1 Dreier), Happel, Davidson (10/1), Masek, Stiller, Menz (7/1), White (9), Baranowski (15).
Wasserburg: Wolf, Breitreiner (14/2), Barnert (6), Dwyer (6), Zeller, Fikiel (11), Dausinger (3/1), Sten (14), Aß, Brunckhorst (4), Cannon (22/ 12 Rebounds).
Zuschauer: 1000

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