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Nach der Pflicht folgt nun die Kür

Basketball Nach der Pflicht folgt nun die Kür

Erstmals seit fünf Jahren stehen die Basketballerinnen des BC Pharmaserv Marburg wieder im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft. Gegen Titelverteidiger TV Saarlouis bleibt ihnen aber nur die Außenseiterrolle.

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Mit Erfolg stemmte sich Lisa Koop (rechts, gegen Petra Manakova) dem Favoriten in Saarlouis entgegen.

Quelle: Rolf Ruppenthal

Marburg. „Mit dem Einzug ins Halbfinale haben wir unser zweites Saisonziel erreicht. Was bislang war, das war die Pflicht. Was jetzt kommt, das ist für uns die Kür“, freut sich Marburgs Trainerin Aleksandra Kojic über den „Riesenerfolg meiner Mannschaft“.

Vor allem die Leistung in den beiden Viertelfinalspielen gegen den SV Halle hat Kojic beeindruckt. „Wir haben zu Hause richtig gut gespielt, und die zweite Partie am Montag in Halle war etwas für die Annalen. Ein Riesenkompliment an die, die sonst immer ein wenig hinten dran stehen. Sie haben in Halle gezeigt, wie wichtig sie für die Mannschaft sind“, zog Kojic den Hut vor Karolin Holtz, Julia Gaudermann und Co., die nach dem foulbedingten Aus der „langen Garde“ in Halle die Nerven behielten und mit dem Sieg nach Verlängerung den Einzug ins Halbfinale perfekt machten.

Dort befinden sich die Marburgerinnen in illustrer Gesellschaft, denn neben Titelverteidiger Saarlouis erreichten auch der TSV Wasserburg und der USC Freiburg jeweils schon nach zwei Siegen im Viertelfinale die Vorschlussrunde.

„Damit haben sich die ersten vier Mannschaften nach der Hauptrunde durchgesetzt, die Teams, die im bisherigen Saisonverlauf am konstantesten gespielt haben. Und dass wir dazu gehören, das ist schon eine Bestätigung unserer Arbeit“, erklärt die Marburger Trainerin, die die Außenseiterrolle für ihr Team gegen die „Royals“ aus dem Saarland gerne annimmt.

„Saarlouis ist die beste Mannschaft in Deutschland, ist der Favorit, hat damit aber auch den größeren Druck, während wir unbeschwert aufspielen können. Ich denke aber, dass Saarlouis durchaus in der Lage ist, mit dieser Situation fertig zu werden“, räumt Aleksandra Kojic ein. Schließlich kann „Royals“-Trainer René Spandauw in Petra Manakova, Tyresa Smith, Brittany Wilkis, Candyce Bingham sowie den deutschen Spitzenspielerinnen Isabelle Comteße, Stine Barnert und Romy Bär auf erfahrene Spitzenspielerinnen zurückgreifen.

Allerdings waren die Auseinandersetzungen zwischen beiden Teams in der Vergangenheit stets hart umkämpft. In der Hauptrunde unterlagen die „Dolphins“ zwar in eigener Halle mit 64:70 und im Pokal-Viertelfinale gab es in Saarlouis ein 60:75. Doch Ende Februar setzten sich die Marburgerinnen überraschend in der „Höhle des Löwen“ mit 76:67 durch.

Für Aleksandra Kojic war dieser Sieg allerdings kein Maßstab: „Saarlouis war durch die Doppelbelastung im Europapokal müde. Das ist jetzt nicht mehr der Fall. Dennoch fahren wir nicht nach Saarlouis, um etwas zu verschenken. Ostern ist vorbei. Schließlich haben wir auch in Halle gezeigt, dass wir immer eine Schippe drauflegen können“, erklärt Marburgs Trainerin.

Kojic hat alle Spielerinnen zur Verfügung und erhofft sich eine gute Ausgangsposition für das zweite Spiel am Freitag, 16. April (20 Uhr) in der kleinen Gaßmann-Halle: „Wenn wir gegen Saarlouis ein drittes Spiel erzwingen könnten, wäre das richtig toll.“

Der Fanclub hat zwei Busse organisiert, die am Sonntag um 9.45 Uhr am Georg-Gaßmann-Stadion abfahren. Die Fahrt kostet zehn Euro. Meldungen sind per Email an info@bluedolphins-fanclub.de oder direkt bei Stefan Gimbel, Telefon 0 64 21 / 8 33 35 und Volker Elmshäuser, Telefon 01 71 / 5 23 21 43, möglich.

von Frank Steinhoff-Wolfart

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