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„Mit mir sind wir noch besser“

BC Marburg „Mit mir sind wir noch besser“

Wenn die Basketballerinnen des BC Pharmaserv Marburg am Samstag (20 Uhr, Gaßmann-Halle) Bundesliga-Schlusslicht Herne empfangen, ist das für Carlene Hightower ein Wiedersehen mit ihren Ex-Teamkolleginnen.

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Carlene Hightower (rechts) verteidigt im Spiel bei den Eisvögeln aus Freiburg gegen Yvonne Turner. Die US-Amerikanerin gewöhnt sich langsam an die Marburger Spielweise.

Quelle: Melanie Schneider

Marburg. Etwas Besonderes will die US-Amerikanerin nicht daraus machen. „Es gibt kein böses Blut oder so“, sagt die 24-Jährige. Sie habe keine Probleme mit den Hernerinnen und sei auch nicht im Unfrieden geschieden. Es gehe ihr nur darum, Basketball zu spielen.

In Wasserburg konnte Hightower das nicht mehr. Ein Bandscheibenvorfall hatte sie gestoppt, sie bekam keine Einsatzzeiten mehr. Ihr Vertrag lief im Dezember vergangenen Jahres aus. Der fünfmalige Deutsche Meister war dennoch nicht gerade amüsiert darüber, dass der BC Marburg die Fühler nach Hightower ausgestreckt hatte. „Aber so ist das Geschäft“, sagt die 1,80 Meter große Aufbau- und Flügelspielerin.

Die Eingewöhnung erleichtert ihr Shenita Landry, mit der sie in einer WG wohnt. Früher, im College, waren sie noch als Gegnerinnen aufeinandergetroffen. Hightower für La Salle, Landry für Temple – beide Universitäten liegen in Philadelphia. Das Zusammenspiel, das jetzt für die Blue Dolphins klappen soll, gab es damals nur in Auswahlmannschaften. „Dass Shenita hier ist, macht es mir einfacher, mich hier einzufinden“, sagt Carlene Hightower.

Umstellen muss sich die dritte Amerikanerin im Bunde aber noch: „Die Spielweise unterscheidet sich von der in Wasserburg.“ Ihre neue Trainerin Aleksandra Kojic mache striktere taktische Vorgaben. „In Wasserburg durften wir freier spielen und selbst viel improvisieren. Aber ich gewöhne mich langsam daran.“ Selbstbewusst gibt sie sich bezüglich ihrer eigenen Leistung. Sie wisse, dass sie eine gute Schützin sei. Mit mehr Spielpraxis werde sie auch ihr Händchen und ihren Rhythmus wiederfinden.

In Marburg fand sich Hightower in einer komplett neuen Rolle wieder, als Aufbauspielerin. „Ich habe in meiner Karriere noch nie auf der Position 1 gespielt“, sagt der Wandervogel, der nach einem Jahr Wasserburg, einem halben Jahr Herne (12,8 Punkte, 6,4 Rebounds, 2,6 Assists) und wieder einem halben Jahr Wasserburg bei den Blue Dolphins gelandet ist. „Aber ich habe kein Problem damit. Wofür ich auch geholt worden bin – ich bin sicher, dass ich es kann.“

Töne, die Aleks Kojic gefallen. Denn in Wasserburg galt Hightower bisweilen als egoistisch und wenig mannschaftsdienlich. „Ich mache lieber meine eigenen Erfahrungen“, sagt Kojic. „Bei uns hat sie sich bislang gut eingefügt. Mir sind auch Spielerinnen, die Selbstvertrauen haben, lieber als graue Mäuschen.“

An Selbstvertrauen mangelt es Carlene Hightower wahrlich nicht. „Alles ist möglich“, sagt die 24-Jährige hinsichtlich der Marburger Titelchancen. „Es ist ein tolles Team. Und mit mir sind wir sogar noch besser.“

von Holger Schmidt

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