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Mit dem Herzen eines Siegers

Basketball Mit dem Herzen eines Siegers

Die Bundesliga-Basketballerinnen des BC Pharmaserv Marburg sind obenauf. Die Gelegenheit scheint günstig, die Negativserie gegen Wasserburg zu stoppen.

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Amanda Davidson (links) zieht an Oberhausens Wiebke Bruns vorbei. In Wasserburg muss die Marburger Aufbauspielerin Diana Pop stoppen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Der letzte Sieg der Marburgerinnen in Wasserburg liegt einige Zeit zurück. Es war der 27. April 2003. Das fünfte Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft, das der BC bekanntlich gewann und damit den Titel nach Marburg holte. Danach setzte es nur noch Niederlagen, neun in der Liga, drei im Pokal. So oder so: eine Serie der Blue Dolphins wird reißen. Entweder die Siegesserie von – inklusive der Pokal- und Testspiele - 19 Partien in Folge. Oder die Niederlagenserie in Wasserburg.

Amanda Davidson hofft natürlich am Sonntag (16 Uhr) auf ein Ende der Pleitenserie beim fünfmaligen Deutschen Meister. „Ich denke, die Verteidigung ist der Schlüssel“, sagt die Marburger Aufbauspielerin. „Wir müssen gute Defense spielen, um in der Offense ins Laufen zu kommen.“

Davidson selbst wird dabei die knifflige Aufgabe zukommen, Diana Pop auszuschalten. Die 39-jährige gebürtige Rumänin ist der Kopf des Wasserburger Spiels. „Sie ist nicht einfach zu verteidigen“, weiß die 27-Jährige. „Ich werde versuchen, sie zu bremsen. Wir dürfen sie das Spiel nicht entwickeln lassen und müssen verhindern, dass sie ihre Teamkolleginnen einsetzt und Wasserburg zu einfachen Punkten kommt.“
Der Mannschaftsgeist soll zum Vorteil werden. „Wir sind als Team eng zusammengerückt“, versichert Amanda Davidson. Zudem sei der BC im Gegensatz zu vielen anderen Mannschaften im Gros zusammengeblieben. „Jedes Jahr sind wir ein Stück gewachsen.“ Das soll sich nun in Wasserburg auszahlen.

Zumal die Blue Dolphins auch bei Rückständen nicht unruhig werden. Wie gegen Schlusslicht Oberhausen, als es früh 0:7 hieß. „Wir mussten einfach unseren Basketball spielen“, sagt Davidson. „Wir wussten, dass Oberhausen es liebt, mit hohem Tempo zu spielen. Wir haben am Anfang versucht mitzugehen.“ Oberhausen ging im Laufe des Spiels die Puste aus, die Trefferquote normalisierte sich, Marburg landete einen klaren 97:74-Sieg.

Auch Wasserburg würde „manchmal überpacen“, sagt Davidsons Trainerin Aleksandra Kojic. Stoppen könne man den Gegner aber nicht individuell, sondern nur als Team. Damit der Wintereinbruch die Marburgerinnen nicht beeinflusst, fahren die acht Spielerinnen bereits am Samstag mit einem Kleinbus rund 600 Kilometer an den Inn. „Wir wollen kein Risiko eingehen“, sagt Kojic.

Mit leeren Händen wollen die Blue Dolphins nicht die Rückreise antreten. „Wir gehen zusammen durch dick und dünn“, sagt Amanda Davidson. „Diese Mannschaft hat das Verlangen und das Herz, um zu gewinnen.“

von Holger Schmidt

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