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BC Marburg Kojic-Team erwartet schwere Aufgabe
Sport Lokalsport BC Marburg Kojic-Team erwartet schwere Aufgabe
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20:27 07.10.2010
Zeigten zuletzt starke Leistungen gegen die Rhein-Main Baskets: Sandra Weber (Zweite von rechts) und Teamkollegin Shenita Landry (beide BC Pharmaserv Marburg). Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Voraussetzungen vor dieser Partie könnten unterschiedlicher kaum sein. Während der BC Pharmaserv Marburg mit zwei Siegen glänzend in die neue Saison startete, kassierten die Wildcats aus Wolfenbüttel zwei Niederlagen.

Doch Vorsicht! Wolfenbüttel spielte bislang gegen zwei Top-Teams der Liga – und sah dabei jeweils nicht schlecht aus.
In Wasserburg spielten die „Wildkatzen“ ohne ihre starke tschechische Aufbauspielerin Katarina Flasarova und verloren dennoch nur denkbar knapp mit 61:65.

Beim Season Opening hatte es zuvor eine ebenfalls knappe 72:77-Niederlage gegen Oberhausen gegeben. In beiden Spielen zeigte sich die deutsche Nationalspielerin Roli-Ann Nikagbatse von ihrer besten Seite.
Nunmehr fiebert Wolfenbüttel dem Spiel gegen einen weiteren Favoriten der Liga entgegen: „Wir haben jetzt zweimal gegen Top-Mannschaften der Liga knapp verloren. Es wird Zeit für einen richtigen Auftritt in der Lindenhalle“, kündigte Klimes den „Blue Dolphins“ einen „heißen Tanz“ an.

Den erwartet Marburgs Trainerin Aleksandra Kojic auch. „Wir sind uns bewusst, zu den stärksten deutschen Teams zu gehören. Deshalb werden wir auch immer wieder von sogenannten Außenseitern gefordert.“ Wobei Wolfenbüttel keinesfalls als Außenseiter anzusehen sei, ergänzt Kojic.

Das Team ist nominell sehr stark besetzt, hat neben Flasarova vier weitere gute Ausländerinnen und einige hoffnungsvolle Nachwuchskräfte in seinen Reihen. „Die Wildcats sind ein sehr ernstzunehmender Gegner. Es wird eine schwere Aufgabe und sicherlich ein gutes Spiel.“

Verzichten müssen die „Blue Dolphins“ nach wie vor auf die erkrankte Julia Gaudermann und auf Karolin Holtz. Ihre Beschwerden an der linken Achillessehne nach wenigen Minuten im vergangenen Spiel gegen Rhein-Main entpuppten sich nach einer ärztlichen Untersuchung als Achillessehnenanriss. „Das ist eine Hiobsbotschaft“, sagt Kojic. Holtz wird sechs Wochen lang eine Gipsschiene tragen müssen. Mit einer Rückkehr in die Mannschaft sei frühestens in zwölf Wochen zu rechnen.

Damit reist Marburg nur mit acht Spielerinnen nach Wolfenbüttel. Kojic: „Unsere finanziellen Möglichkeiten lassen es nicht zu, mal eben eine Spielerin für einige Wochen zu verpflichten, wie es zuletzt die Gießen 46ers in der Männer-Bundesliga praktiziert haben.“

von Michael E. Schmidt