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Knapper Sieg reicht Blue Dolphins nicht

BC Marburg Knapper Sieg reicht Blue Dolphins nicht

Im letzten Saisonspiel gewann der BC Pharmaserv zwar mit 76:72 gegen die Saarlouis Royals, doch in der Gesamtwertung beider Spiele um Platz drei liegt Marburg mit fünf Punkten hinter den Saarländerinnen.

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Marburgs Captain Amanda Davidson (links) führt den Ball und wird von Tyresa Smith von den Saarlouis Royals angegriffen.

Quelle: Michel Hoffsteter

Marburg. „Dieses Spiel war ein Spiegelbild der Saison“, haderte Marburgs Trainerin Aleksandra Kojic, „wir begannen konzentriert, präsentierten uns als Mannschaft , lagen sogar mit 24 Punkten vorn und verloren dann die Kontrolle über das Spiel, einfachste Bälle gingen verloren und wurden verworfen, und die mannschaftliche Geschlossenheit war dahin.“

Gleichwohl stellte sich Kojic vor ihre Mannschaft: „Wir haben ein tolle Saison gespielt und gekämpft bis zum Schluss. Über den Verlauf der Playoffs wird noch zu reden sein. Aber wir werden unser Konzept, das auf deutsche Spielerinnen setzt, beibehalten.“

Am Ende einer konditions­raubenden Saison erlebten die Zuschauer noch einmal ein ­packendes Spiel, aus dem die Blue Dolphins zwar mit 76:72 als Sieger hervorgingen, es aber nicht schafften, den Neun-Punkte-Vorsprung der Saarlouis Royals aus dem Hinspiel ­wettzumachen. Dabei ließ sich alles so vielversprechend an. Marburg dominierte das erste Viertel fast nach Belieben. ­Saarlouis fand zunächst überhaupt nicht in die Partie. 16:0 führten die Gastgeberinnen bereits, als Stina Barnert den ersten Punkt für die Gäste machte. Doch die Blue Dolphins behielten ihre Linie bei, versäumten es allerdings, einen noch höheren Vorsprung zu erzielen. Zum Viertelende stand es daher nur 25:9.

Im zweiten Abschnitt sah es ganz nach einem Kantersieg aus, als die starke Lisa Koop mit zweien ihrer insgesamt 27 Punkte die Führung auf 36:12 ausbaute. Doch Saarlouis Trainer René Spandauw stellte seine Abwehr um, ließ offensiver decken und brachte Marburg so einige Male in Verlegenheit. Saarlouis verkürzte bis zur Halbzeit auf 28:40.

Noch immer hatten die Blue Dolphins in der Gesamtwertung beider Spiele die Nase vorn, und beim Stande von 51:42 im dritten Viertel frohlockten die einheimischen Fans wieder, nachdem zuvor der komfortable Vorsprung auf nur noch fünf Punkte geschrumpft war. Nun entwickelte sich eine Partie, die ständig auf Messers Schneide stand. Mit 56:50 gingen die Teams in das letzte Viertel.

Marburg behauptete zwar stets die Führung, doch Saarlouis, das nun in Stina Barnert die geniale Lenkerin hatte, ließ die Blue Dolphins nicht mehr entscheidend davonziehen.

So reichte es nur zum knappen Sieg und zum letztlich enttäuschenden vierten Platz im Kampf um die Deutsche Meisterschaft.

Saarlouis freute sich über die Bronzemedaille. „Das ist für uns ein sensationelles Ergebnis“, sagte Trainer René Spandauw, zumal er sechs Wochen vor der Saison noch nicht gewusst habe, ob Saarlouis überhaupt eine Lizenz für die Bundesliga erhält. „Für Marburg, das Team mit dem besten Kader und der besten Trainerin, ist es bitter, am Schluss mit leeren Händen dazustehen.“

von Bodo Ganswindt

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