Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Klarer Sieg im Achterbahnspiel

Basketball Klarer Sieg im Achterbahnspiel

Die Erfolgsserie des BC Pharmaserv Marburg hält in der Basketball-Bundesliga an. Gegen Schlusslicht Chemnitz reichte dem Spitzenreiter eine durchwachsene Leistung zum letztlich klaren 79:59-Sieg.

Voriger Artikel
„Eine Aufgabe, die wir lösen werden“
Nächster Artikel
Balance-Akt für BC Marburg bei Donau-Ries

Da nützt auch Schreien nichts: Marburgs Sandra Weber (links) zieht energisch an der Chemnitzerin Nadine Grieb vorbei.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. „Das Ergebnis täuscht. Wir haben teilweise ohne Spannung gespielt und uns dem Gegner angepasst. Es war heute schwierig, über das gesamte Spiel Druck aufzubauen. Wir haben teilweise nur mit 60, dann aber auch wieder mit 100 Prozent gespielt, und waren dennoch stark genug, um am Ende noch 20 Punkte Vorsprung herauszuholen“, sagte Marburgs Trainerin Aleksandra Kojic nach dem Spiel am Samstagabend in der kleinen Gaßmann-Halle, das aus Marburger Sicht in vielen Phasen einer Achterbahn-Fahrt glich. Die Gastgeberinnen begannen konzentriert, schienen den Gästen schon in der Anfangsphase wie erwartet den Schneid abzukaufen. Über 5:0 und 7:2 hieß es nach gut vier Minuten 13:8, ehe Chemnitz die ersten Konzentrations- und Abschlussschwächen der „Dolphins“ nutzten und nach sechs Minuten erstmals in Führung lagen (14:13). Shenita Landry ließ vier Punkte für den BC zum 17:14 folgen, doch in den letzten drei Minuten des ersten Viertels gelang den Marburgerinnen kein Korb mehr. Chemnitz witterte Morgenluft und kam durch die starken Melissa Ann Jeltema und ­Brianne O‘Rourke, die zehn Sekunden vor der Sirene einen Dreier versenkte, zur 21:17-Pausenführung.

Im zweiten Viertel aber spielten die Marburgerinnen ihre Klasse aus, ließen mehr als fünf Minuten keinen Chemnitzer Korb zu und trafen ihrerseits fast nach Belieben. Amanda Davidson (2) und Sandra Weber versenkten drei Dreier mit traumwandlerischer Sicherheit, der BC ließ sich auch von zwei Chemnitzer Auszeiten nicht aus dem Konzept bringen.

Mit 17:4 ging das zweite Viertel an die „Dolphins“, die damit zur Pause (34:25) einen scheinbar beruhigenden Neunpunkte-Vorsprung herausgespielt hatten.

Bis zum 42:31 durch Davidsons dritten Dreier (24.), doch dann lief gut zweieinhalb Minuten wieder wenig bei den Gastgeberinnen zusammen, reihten sich Abspielfehler an leicht vergebene Wurfchancen. Das nutzte Chemnitz, das nun durch Christina Schnorr und die Finnin Henna Salomaa auch aus der Distanz besser traf und kam wieder auf fünf Punkte heran (42:37, 26.), ehe sich die „Dolphins“ besannen und durch Maggie Skuballas Dreier kurz vor der Sirene den alten Abstand wieder herstellten (53:42).

Doch noch wollten sich die Chemcats von Trainer Raoul Scheidhauer nicht geschlagen geben. Bei den Marburgerinnen knirschte wieder ordentlich Sand im Getriebe, und die Gäste kamen erneut auf sechs Punkte heran (57:51, 34.).

Nun nahm BC-Trainerin Aleksandra Kojic die einzige Auszeit für ihre Mannschaft und fand offenbar die richtigen Worte. Die „Dolphins“ rissen sich noch einmal zusammen, zeigten phasenweise sehenswerte Kombinationen. Nach 38 Minuten stand es 65:55, und dann brannten die Marburgerinnen vor rund 500 Zuschauern noch einmal ein kleines Feuerwerk ab, erzielten 14:4 Punkte in den letzten zwei Minuten. Den krönenden Abschluss besorgte Kapitän Amanda Davidson, die ihren fünften erfolgreichen Dreipunkte-Wurf aus rund 15 Metern zum Endstand versenkte.

von Frank Steinhoff-Wolfart

Voriger Artikel
Nächster Artikel
../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-170810-99-590624_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Bali wird zum Ziel digitaler Nomaden