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Kein leichtes Spiel gegen den Letzten

Basketball Kein leichtes Spiel gegen den Letzten

Bevor die „Blue Dolphins“ am Sonntag in der Bundesliga das Team aus Oberhausen empfangen, steht am Freitag noch das Pokal-Achtelfinalspiel in Braunschweig an.

Marburg. Das Pokalspiel am Freitag, 19.30 Uhr, beim Regionalligisten BG Braunschweig dient dem BC Marburg eher dazu, den Rhythmus wieder zu finden. Denn aufgrund einiger personeller Probleme war es unter der Woche nicht möglich, 5 – 5 zu trainieren. Natalie Gohrke, die sich in der Partie in Halle einen Finger geprellt hatte, ist zwar wieder auf dem Weg der Besserung, konnte aber erst am Donnerstag wieder ins Training einsteigen. Hicran Özen und Maggie Skuballa hatten sich einen grippalen Infekt zugezogen – weisen demzufolge auch einigen Trainingsrückstand auf. „Ich werde im Pokal kein Risiko eingehen, sondern setze vielmehr darauf, dass am Sonntag im Bundesliga-Spiel gegen Oberhausen wieder alle Spielerinnen zur Verfügung stehen“, sagte am Donnerstag BC-Trainerin Aleksandra Kojic.

Von der Papierform her ist das Team aus Nordrhein-Westfalen ein vermeintlich leichter Gegner. Marburg steht nach neun Siegen aus neun Spielen unangefochten an der Spitze. Oberhausen ist mit zwei Siegen und sieben Niederlagen das Schlusslicht der Liga. Dies scheint viele zu überraschen. Man muss allerdings wissen, dass die Mannschaft von Trainerin Julia Gajewski lange Zeit ohne zwei Topspielerinnen auskommen musste: Lea Mersch befindet sich jetzt erst wieder so langsam im Aufbautraining, die Weißrussin Katsiaryna Zberch ist indes immer noch verletzt. Nichtsdestotrotz scheinen die Oberhausenerinnen in der Liga wieder langsam Tritt zu fassen. Im Heimspiel gegen Leipzig nahmen sie die Gäste beim 97:65 förmlich auseinander, beim Gastspiel zuletzt in Wasserburg verloren sie recht unglücklich mit 84:90. „Der Tabellenplatz ist nicht maßgebend. Oberhausen kann sehr schnell spielen und hat sehr viele Würfe zu verzeichnen. Ich habe großen Respekt vor dem Team“, warnt Kojic, den Tabellenletzten zu unterschätzen. Mit einem Sieg am Sonntag könnte Marburg zumindest schon mal einen Titel einheimsen. Die Mannschaft wäre Herbstmeister. „Klar wäre es schön, wenn wir nach der Vorrunde ganz oben stehen würden. Dennoch denke ich nur von Spiel zu Spiel.“ Am letzten Vorrunden-Spieltag tritt der BC am 5. Dezember beim TSV Wasserburg an.

Unterdessen hat die Marburger Spielerin Julia Gaudermann inzwischen beim Zweitligisten Grünberg wieder ins Geschehen eingegriffen. „Aufgrund ihrer Erkrankung, der Fahrten und der Belastungen durch Training und Abitur hatten uns die Ärzte abgeraten, Julia in diesem Jahr in der Bundesliga einzusetzen. Dass sie jetzt schon wieder aktiv ist, überrascht mich, auch wenn die Belastungen in Grünberg geringer sind“, sagt Aleksandra Kojic. Eine Rückkehr Gaudermanns in der nächsten Saison schließt Kojic aber nicht aus: „Dann werden die Karten neu gemischt.“

10. Spieltag: Chemcats Chemnitz – Donau-Ries, Wolfenbüttel Wildcats – TV Saarlouis (beide So., 15 Uhr), Rhein-Main Baskets – Halle Lions (So., 15.30 Uhr), Leipzig Eagles – TSV Wasserburg, USC Freiburg – Herner TC (beide So., 16.30 Uhr), BC Pharmaserv Marburg – New Baskets Oberhausen (So., 17.30 Uhr).

von Michael E. Schmidt

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