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BC Marburg Hurricanes orientieren sich nach oben
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19:57 11.11.2011
Marburgs Trainerin Aleksandra Kojic will den Sieg über Wasserburg nicht überbewertet wissen. Gegen Rotenburg rechnet sie mit einer knappen Geschichte. Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Von einem Wendepunkt in der nicht mehr ganz so jungen Bundesliga-Saison will Aleksandra Kojic nichts wissen. „Wir haben ja auch schon vorher Selbstvertrauen gehabt“, sagt die Trainerin der Marburger Basketballerinnen angesichts des Erfolgs beim Deutschen Meister, der die „Blue Dolphins“ zu einer positiven Bilanz von vier Siegen und drei Niederlagen verholfen hat. „Das ist eine Top-Mannschaft. Aber wir haben Wasserburg auch schon zuvor geschlagen, nur eben in Wasserburg nicht.“ Man müsse die Kirche im Dorf lassen. „Es ist nicht so, dass wir Bayern München geschlagen haben“, ordnet Kojic den 80:66-Auswärtssieg aus der Vorwoche ein. Zumal dem Meister in Tiffany Porter-Talbert und Jezabel Ohanian zwei Leistungsträger gefehlt hätten und auch die Neuverpflichtung Sheena Moore noch nicht einsatzbereit war.

Das trifft ebenfalls auf Donnisha „Cocoa“ Sanford zu. Die US-Amerikanerin landet erst am Dienstag in Frankfurt und wird anschließend zum BC-Team stoßen. Sie habe in zwei guten Ligen gespielt und bringe Auslandserfahrung aus Portugal und Israel mit, sagt Kojic über ihre neue Flügel- und Centerspielerin. „Ich habe die Hoffnung, dass sie sich gut einfügt.“ Allerdings wolle sie nicht spekulieren, bevor sie sich selbst ein Bild von der 27-Jährigen gemacht habe.

Immerhin: Auf der Internetseite des US-Teams „Lady Swish“, wo sie sich nach ihrer Israel-Zeit in einer Sommerliga fitgehalten hat, schwärmt man von Sanford. Eine hart arbeitende Führungsspielerin auf und außerhalb des Platzes sei sie. Und gleichzeitig „coachable“, was bedeutet, dass sie lernwillig und bereit ist, sich führen zu lassen. Sollte sich das bewahrheiten, dürfen sich die „Blue Dolphins“ auf ihren Neuzugang freuen. „Es ist ein wichtiges Kriterium, wie sich Neuzugänge einbringen und ob sie das Mannschaftsgefüge nicht durcheinanderrütteln“, sagt Aleksandra Kojic.

Aber Wasserburg ist Vergangenheit, Sanford Zukunftsmusik. Die Trainerin richtet ihr Augenmerk auf die Hurricanes aus Rotenburg/Scheeßel (Sa., 20 Uhr, Gaßmann-Halle). „Ich denke, es wird eine knappe Geschichte“, sagt Kojic. „Es gefällt mir, wie sie Basketball spielen.“

Auch Rotenburgs Coach Roland Senger hat Gefallen an der Spielweise seines Teams gefunden, das in der Vorwoche nach einem 17-Punkte-Rückstand noch gegen Halle gewann. „Für mich war das ein Schlüsselspiel, sodass wir langsam nach oben gucken können“, wird Senger auf der Hurricanes-Homepage zitiert. Was bei einer Bilanz von 5:2 nicht verwegen ist.

von Holger Schmidt