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„Es ist nichts Dramatisches passiert“

Basketball „Es ist nichts Dramatisches passiert“

Bundesliga: SV Halle Lions – BC Pharmaserv Marburg 65:59. In Halle verpasste der BC das erhoffte Polster im Hinblick auf die besten Playoff-Plätze.

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Hicran Özen (hier gegen Herne) erzielte am Samstagabend beim SV Halle Lions acht Punkte für den BC Pharmaserv Marburg.

Quelle: Archivfoto

Halle. Der Tabellendritte aus Marburg unterlag in der Saale-Stadt mit 59:65 und steht so nur noch einen Sieg vor dem Verfolger. Wenigstens bleibt dem Pharmaserv-Team nach dem 68:61 im Hinspiel der bessere direkte Vergleich, der am Saison-Ende bei Punkt-Gleichheit entscheiden würde. Allerdings profitierten die Gäste zum Schluss auch vom Jubel der Lions-Spielerinnen, die, zum Unmut ihres Trainers, vorzeitig den Betrieb einstellten. Als mit ausschlaggebend für den Erfolg der Gastgeberinnen machte BC-Trainerin Aleks Kojic die aggressive und harte Verteidigung aus: „Halle hat über 40 Minuten richtig Dampf gemacht und uns dadurch vor allem im zweiten Durchgang den Schneid abgekauft.“

So verlor Marburg vor dem Seitenwechsel zum Beispiel das Rebound-Duell. Allein unter dem Marburger Korb griffen sich die Hallenserinnen in der ersten Halbzeit 11 von 24 Abprallern. Das erste Viertel begann rasant und fand in den Gästen einen Etappensieger (18:14), wobei sich vor allem Maggie Skuballa und Lisa Koop immer wieder gut in Szene setzten. Das 24:20 nach 14 Minuten sollte allerdings die letzte Führung des BC sein. Die in der Vorwoche noch so treffsicheren Marburger Distanz-Schützinnen kamen durch die starke Hallenser Verteidigungsarbeit so gut wie nicht zum Zuge: Ganze zwei Würfe von der Dreier-Linie gab der BC vor der Halbzeitpause ab. Reihenweise fehlerhafte Anspiele zur eigentlich freien Spielerin unter dem Lions-Korb sorgten dafür, dass die Gastgeberinnen langsam aber sicher leicht davonzogen: 33:26 nach 20 Minuten.

Auch nach dem Seitenwechsel bot sich den 25 mitgereisten BC-Anhängern zunächst das gleiche Bild: Die gut aufgelegten Gastgeberinnen, angeführt von der überragenden Carmen Guzman, profitierte geschickt von Marburger Fehlern und baute bis zur 26. Minute den Vorsprung aus (44:33). Doch dann bliesen die BC-Frauen zur Aufholjagd: Durch eine Umstellung in der Verteidigung kamen sie immer besser ins Spiel. Plötzlich dominierten sie auch die Rebounds und kamen immer näher heran (40:46, 28. Minute; 45:52 nach drei Vierteln) und glichen schließlich fünfeinhalb Minuten vor dem Ende durch Sandra Webers Dreier mit der 24-Sekunden-Sirene zum 53:53 aus.

Doch wieder war es Guzman, die die Initiative ergriff und mit einem Dreier (58:55, 37. Minute) die Weichen auf Heimsieg stellte und 32 Sekunden vor dem Ende auch mit zwei Freiwürfen die letzten Zähler verbuchte. „Halle hat unter dem Strich verdient gewonnen“, bekannte BC-Trainerin Kojic, „dennoch ist für uns nichts Dramatisches passiert“. Marburgs Natalie Gohrke blickte sogar noch etwas weiter voraus: „Wir werden aus den heutigen Fehlern lernen und sie dann in den Playoffs nicht mehr machen“. Etwas unverständlich muteten einige Zwischenrufe des sehr engagierten Hallensprechers an. Selbst unmittelbar vor Marburger Freiwürfen heizte er das eigene Publikum zu noch mehr Lärm an. Diese, sich am Rande der Unsportlichkeit bewegende Praxis, hat das toll spielende Lions-Team gar nicht nötig.

von Marcus Richter

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