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BC Marburg „Dolphins“ wollen Revanche verhindern
Sport Lokalsport BC Marburg „Dolphins“ wollen Revanche verhindern
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19:05 15.10.2009
Maggie Skuballa (links) führt den Ball gegen Oberhausens Birte Thimm. Sandra Weber beobachtet die Szene. Nach dem Pokal-Krimi treffen beide Mannschaften morgen in Oberhausen erneut aufeinander. Quelle: Felix Schneider

Marburg. „Wir hatten in der zweiten Runde das schwerste Los, aber wir haben uns durchgesetzt. Nur das zählt, auch wenn wir den Sack schon früher hätten zumachen müssen“, blickte Marburgs Trainerin am Donnerstag noch einmal auf das 82:80 (70:70, 30:20) nach Verlängerung ihrer Mannschaft am Mittwochabend gegen den Bundesliga-Rivalen zurück.

Die Partie ließ zwar spielerisch lange Zeit viele Wünsche offen, bot den Fans dafür aber wenigstens in den letzten 15 Minuten Hochspannung pur. Kojic wollte die Leistung beider Mannschaften zwar nicht beschönigen, gab aber auch zu bedenken: „Man hat einmal mehr gesehen, dass es einen Unterschied zwischen Profitum und Halbprofis gibt. Nach einem Arbeits- oder Studientag kann man eben nicht immer Wunderdinge erwarten.“

Ein Sonderlob hatte Marburgs Trainerin allerdings für Amanda Davidson parat, die ihr Team in den entscheidenden Phasen mitriss, kurz vor Ende der regulären Spielzeit mit einem Dreier die Verlängerung erzwang und die Partie dann 23,9 Sekunden vor Schluss mit einem erneuten Dreipunkte-Wurf entschied. „Amanda hat uns den Sieg gerettet, hat mit Herz und Leidenschaft gespielt und sich als echter Kapitän erwiesen“, freute sich Kojic.

Auf Revanche sinnen dagegen am Samstag die Gastgeberinnen. „Wir gehen trotz der Niederlage erhobenen Hauptes. Das war eine klare Steigerung und am Samstag nehmen wir Revanche“, kündigte NBO-Trainer John F. Bruhnke an. Bauen kann Oberhausens Coach morgen auch wieder auf seinen Kapitän Sarah Austmann, die am Mittwoch in Marburg berufsbedingt fehlte.

„Das macht die Sache für uns entsprechend schwerer, denn Austmann zählt zu den Ausnahmespielerinnen der Liga“, räumt auch Aleksandra Kojic vor der Partie beim heimstarken Vorjahres-Dritten ein. Dennoch sieht sie auch in Oberhausen gute Chancen für ihr Team. „Gegen Oberhausen gab es immer enge Spiele. Wir müssen 40 Minuten lang konzentriert unsere Stärken ausspielen“, sagt Kojic, die am Samstag mit dem gleichen Kader wie am Mittwoch spielen wird.

von Frank Steinhoff-Wolfart

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