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Dolphins halten Fireballs auf Distanz

BC Marburg Dolphins halten Fireballs auf Distanz

Der Anfang ist gemacht, auch wenn gestern beim 66:47 (29:23)-Erfolg des BC Pharmaserv Marburg gegen die Bad Aibling
Fireballs noch nicht alles reibungslos lief.

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Erstes Spiel des BC Marburg gegen die Fireballs aus Bad Aibling beim Season Opening in Chemnitz. Lisa Koop am Ball. Abbey Duinker (7) bloggt. Im Hintergrund Candrace Willams (21) und Kellindra Zackery.

Quelle: Melanie Schneider

Chemnitz. „Wir können noch viel, viel besser spielen“, sagte Patrick Unger. Marburgs Coach hatte im ersten Bundesliga-Spiel beim Season Opening in Chemnitz vor allem in der ersten Hälfte noch einiges gesehen, was ihm nicht gefallen hatte: Unnötige Ballverluste, inkonsequente Reboundarbeit, einen hektischen Ballvortrag und verpasste Chancen unter dem Korb. Aber mit der Fehlersuche wollte er sich unmittelbar nach Spielende nicht lange aufhalten. „Einen klaren Sieg braucht man auch nicht schlechtzureden“, sagte Unger. Wobei er zugeben musste, den Erfolg gegen den ambitionierten Aufsteiger aus Bayern nicht richtig einordnen zu können.

Bad Aibling trifft weniger als 25 Prozent der Würfe

Was auf jeden Fall gut funktionierte, war die Abwehrarbeit. Die Marburgerinnen zwangen die Fireballs immer wieder zu schwierigen Würfen – letztlich traf der nominelle Gastgeber der Auftaktpartie nicht einmal jeden vierten Wurf aus dem Feld und nur einen von 15 Dreipunktversuchen. „Das war auch unserer Verteidigung geschuldet“, sagte Unger.

In Gefahr geriet der Sieg zu keinem Zeitpunkt. Die „Blue Dolphins“ setzten sich kontinuierlich ab, auf weniger als sechs Punkte schmolz der Vorsprung in der zweiten Hälfte sehr zur Freude der 30 mitgereisten BC-Fans nicht mehr zusammen.

Die erfolgreichsten Werferinnen bei den Marburgerinnen waren die beiden übrig gebliebenen Leistungsträgerinnen aus der Vorsaison. Finja Schaake kam auf 19 Punkte und machte da weiter, wo sie schon am Vortag aufgehört hatte. Denn beim Dreierwettbewerb im Rahmenprogramm belegte sie den zweiten Platz. Nur Katarina Flasarova (Rotenburg) war noch treffsicherer. Unter Wettkampfbedingungen versenkte Schaake vier ihrer sechs Dreierversuche gegen Bad Aibling.

Ebenfalls einen Dreier schaffte Kellindra Zackery – es war ihr erster überhaupt in der Bundesliga und wurde entsprechend euphorisch zelebriert. Insgesamt steuerte die US-Amerikanerin 17 Punkte bei. Von ihrer Trainingsverletzung, die einen Einsatz fraglich hatte erscheinen lassen, war „K“ jedenfalls nichts anzumerken.

Doch auch die Neuzugänge hatten am Auftakterfolg ihren Anteil, wenngleich sich der nicht unbedingt in statistischen Werten niederschlug. Alissa Pierce sorgte mit ihrer Athletik für Wirbel. B‘Jonnee Reaves und Lisa Koop steigerten sich im Laufe der Partie, Birte Thimm agierte solide. Unger freute sich jedenfalls über seine neuen Möglichkeiten und  machte reichlich Gebrauch davon: Neun Spielerinnen kamen länger als 15 Minuten zum Einsatz.

Diese taktische Flexibilität könnte ein Vorteil für das kommende Wochenende sein: Am Freitag, 3. Oktober, empfangen die Marburgerinnen um 20 Uhr die Avides Hurricanes in der Gaßmann-Halle, zwei Tage später sind sie bei den Saarlouis Royals schon wieder gefordert.

Pokalauslosung: Marburg spielt beim BBZ Opladen

In der 2. Runde des Pokals, die in Chemnitz ausgelost wurde, erwischte der BC eine lösbare Aufgabe. Im Oktober (genauer Termin steht noch nicht fest) gastieren die „Blue Dolphins“ beim Nord-Zweitligisten BBZ Opladen.
Weniger Glück hatten die Marburger bei den Auszeichnungen: Emma Cannon von Meister Wasserburg wurde als wertvollste Spielerin geehrt, Levke Brodersen (Saarlouis) als beste Nachwuchsspielerin. Trainerin des Jahres ist Katja Zberch von Vizemeister Oberhausen.

von Marcus Richter

Statistik
Bad Aibling Fireballs – BC Pharmaserv Marburg 47:66
(10:14, 13:15, 14:16, 10:21)
Bad Aibling: Pölder, A. Duinker (5), Rupnik, Kancevic, Bellscheidt (9), E. Duinker (11/1 Dreier), Bradaric (3), Kotnik (3), , Williams (16; 11 Rebounds).
Marburg: Pierce (3),Koop (8), Thimm (6), Crowder, Schaake (19/4), Köppl (2), Masek (1), Reaves (10/2), Zackery (17/1).
Zuschauer: 280.
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