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BC Marburg Dieses Team hat viel vor!
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21:22 18.09.2009
Quelle: Brock

„Auf geht's!“ Aber wohin? „Das erste Ziel sind die Playoffs, das zweite ist das Erreichen des Halbfinals – dann sehen wir weiter“, sagte BC-Trainerin Aleksandra Kojic. Klar formuliert? Nicht ganz. Die Playoffs dürften keine Frage sein, oder? „In der Tat ist ein Platz unter den ersten acht nach der Hauptrunde ein Muss. Darüber brauchen wir nicht zu reden“, klärt Kojic im Gespräch mit der OP auf. „Vielmehr wollen wir mindestens Platz vier nach der Hauptrunde belegen.“ Ein ganz wichtiger Platz, zumal das Team dann in den Viertelfinal-Playoffs zuerst Heimrecht und auch im potenziellen dritten Spiel Heimrecht hätte.

Was es bedeutet hatte, dass die Marburgerinnen in der vergangenen Saison Platz vier noch verspielten, wissen Kojic und ihr Team nur noch zu gut. Es kam prompt das Aus im Viertelfinale.

„Und wenn wir die Halbfinal-Playoffs erreicht haben, dann ist auch mehr möglich“, sagt Hicran Özen, die bereits seit zehn Jahren für den BC auf Korbjagd geht und noch immer ein wenig der Saison 2002/2003 nachtrauert. Damals wurde der BC erstmals und letztmals Deutscher Meister. Özen, die aus persönlichen Gründen die Kapitänsbinde an Wirbelwind Amanda Davidson abgegeben hat, stand seinerzeit im Kader, musste aber verletzungsbedingt passen.

Passen mussten auch einige Spielerinnen beim BC. Nicht mehr im 12er-Kader stehen Anna Görg (sie wollte ins Ausland), Mara Schön (Knieprobleme), Amanda Livingstone und Mirijam Unger (sie blieben unter den Erwartungen) und Jana Heinrich (spielt in Chemnitz).

Dafür dürfen sich die Fans auf neue Spielerinnen freuen. Unter ihnen sind die Nachwuchs-Nationalspielerinnen Finja Schaake und Julia Gaudermann. Die beiden 17-Jährigen besitzen Zweitspielrecht – können also sowohl in der 2. Liga in Grünberg als auch in der 1. Liga beim BC eingesetzt werden. „Zwischen Grünberg und Marburg besteht eine Basketball-Kooperation, um den Basketball-Nachwuchs in Hessen zu fördern. „Was Finja und Julia leisten, ist enorm. Sie können Großes erreichen“, sagt Kojic, die bekannt dafür ist, auf junge Spielerinnen zu setzen.

Ganz im Gegensatz zu den Topfavoriten der Liga, Wasserburg und Saarlouis, die sich abermals mit ausländischen Topspielerinnen verstärkt haben. „Wir haben nicht vor, es ihnen nachzumachen. Nicht nur, weil uns die finanziellen Mittel fehlen, sondern auch, weil es nicht unserer Philosophie entspricht“, sagt Kojic.

Neu im Kader des BC ist auch die Amerikanerin Sherida Triggs. „Sie ist zwar keine Topscorerin, aber immer für 10 bis 15 Punkte gut. Und sie macht gern die 'Drecksarbeit' für die anderen“, setzt Kojic große Stücke auf die starke Rebounderin Triggs.

Ein Video sehen Sie hier.

von Michael E. Schmidt