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BC Marburg Blue Dolphins zähmen die Wild Cats
Sport Lokalsport BC Marburg Blue Dolphins zähmen die Wild Cats
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22:31 15.11.2009
Eine glänzende Partie in Wolfenbüttel spielte Marburgs Sandra Weber (links) – hier in der Partie gegen Chemnitz. Quelle: Archivfoto

Wolfenbüttel. Die Spielerinnen des BC Pharmaserv Marburg haben auch bei den Wild Cats in Wolfenbüttel ihre Ambitionen untermauert, dass sie bei der Vergabe des Titels ein Wörtchen mitreden wollen. Obwohl Trainerin Aleksandra Kojic unter der Woche im Training auf die ein oder andere Spielerin wegen Krankheit oder Verletzung verzichten musste, haben sich die Blue Dolphins in der aufgehitzten Atmosphäre der kleinen Halle beachtlich aus der Affäre gezogen, glänzend getroffen und die Nerven bewahrt.

Zunächst verlief die Partie bis zur fünften Minute (13:13) ausgeglichen, ehe die Gäste infolge ihrer Rebound-Überlegenheit binnen zwei Minuten vor allem durch Fast Breaks auf 26:15 davonzogen. Aber auch unter dem Korb des Gegners waren die Blue Dolphins zur Stelle. Lisa Koop machte in dieser Phase acht Punkte. Doch Wolfenbüttel hielt dagegen, forcierte die Abwehrarbeit, kam wieder heran und hielt den Rückstand zum Ende des ersten Viertels mit 27:32 in Grenzen. Auch im zweiten Abschnitt boten sich die Teams Paroli. Wolfenbüttel – angetrieben durch die überragenden Zaidi und Ohanian – ließ die Gäste aus Marburg nicht entscheidend davonziehen.

Nachdem die Blue Dolphins nach 16 Minuten 46:31 vorne gelegen hatten, kamen die Wild Cats wieder auf 45:51 heran. Aber auch Marburg bewies seine Qualitäten. Denn als der Vorsprung auf nur noch zwei Punkte zusammengeschmolzen war, legten die Kojic-Schützlinge erneut zu und lagen zum Viertelende mit 74:69 vorn. Aber Wolfenbüttel gab sich noch längst nicht geschlagen. Mit einer frenetisch lärmenden Kulisse im Rücken verkürzten sie in der 34. Minute gar auf 77:78. Marburg ließ den Gastgeberinnen zu viel Raum unter dem Korb. Die Abwehr geriet ins Schwimmen. Jedoch meisterten die Dolphins auch diese kleine Schwächephase. „Ich war sicher, dass meine Spielerinnen auch diesmal eine Antwort finden würden“, sagte Trainerin Kojic nach der Partie. Sie sollte Recht behalten. Denn ihre Mannschaft ging nun noch einmal konzentriert zu Werke.

Mit schönen Spielzügen beeindruckten sie das Publikum, in dem auch 40 mitgereiste Marburger Fans ihr Team anfeuerten, was das Zeug hielt. Nach drei „Dreiern“ in Folge lagen die Gäste in der Schlussphase plötzlich mit 87:77 in Führung. Die Partie war so gut wie entschieden. Marburg ließ nichts mehr anbrennen, sondern baute den Vorsprung noch zum sicheren und verdienten Sieg aus. „Unser Fast-Break-Spiel hat heute gut funktioniert“, sagte Aleksandra Kojic, „überdies haben wir uns durch die taktischen Maßnahmen des Gegners nicht aus dem Konzept bringen lassen und mit einer geschlossenen guten Mannschaftsleistung aufgewartet. Zudem ist es faszinierend festzustellen, dass wir von unseren treuen Fans nun auch noch einen überragenden Rückhalt in de Gegners Halle bekommen.“

von Marcus Richter

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