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Blue Dolphins stolpern gegen Schlusslicht

61:63 Niederlage gegen Bamberg Blue Dolphins stolpern gegen Schlusslicht

Nach der Niederlage gegen die kaum noch vor dem Abstieg zu rettenden Bambergerinnen müssen die Blue Dolphins selbst um den Klassenerhalt bangen. Aber auch die Teilnahme an den Playoffs ist noch möglich.

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Quelle: Melanie Schneider

Marburg . Eine ganz schwache Vorstellung boten die Gastgeberinnen am Samstagabend in der Georg-Gaßmann-Halle gegen eine Mannschaft, die eigentlich nur noch ein Wunder vor dem Abstieg retten kann. Aber Brose Bamberg, das in seinen Möglichkeiten recht limitiert ist, bot einen Auftritt mit Herz und kämpfte die blassen Gastgeberinnen nieder. „Wir fragen nicht nach dem Wie, sondern sind vielmehr froh und glücklich“, sagte Bambergs Trainer Steffen Dauer nach der Schlusssirene. Er räumte ein, dass sein Team noch viele Fehler mache, aber die Einstellung stimme „Und ein Funke Hoffnung auf den Klassenerhalt ist noch da.“
Dagegen läuten in Marburg die Alarmglocken. Die Schützlinge von Trainer Patrick Unger überboten sich im Auslassen bester Möglichkeiten, ließen nur gelegentlich eine Grundordnung erkennen, aus der heraus sie Spielzüge entwickelten. Vor allem im Abschluss taten sich eklatante Mängel auf, die für die nächsten Spiele in Oberhausen (2. März, 19 Uhr) und zu Hause gegen Halle (9. März, 20 Uhr) das Schlimmste befürchten lassen.
Die Partie, die eher einem Abstiegsspiel ähnelte, entwickelte sich zunächst auf erschreckend schwachem Niveau. Fehlversuche und technische Fehler en masse hüben wie drüben ließen die treuen Fans erschauern. Erst nach etwa zweieinhalb Minuten gelangen Bamberg die ersten beiden Punkte. Nach fünf Minuten nahm Unger die erste Auszeit, um seine indisponierten Spielerinnen zur Ordnung zu rufen. Ein wenig nützte es. Immerhin beendeten die Blue Dolphins das erste Viertel der Partie Not gegen Elend mit drei Punkten Vorsprung (13:10).

Schwache Abwehr

Wer unter den Zuschauern gedacht hatte, er habe das Schlimmste bereits hinter sich, musste sich in den zweiten zehn Minuten eines Besseren belehren lassen. Die Gäste hatten keine Mühe, die Abwehr der Gastgeberinnen, die ihrerseits mit einer unterirdischen Wurfquote aufwarteten, ein ums andere Mal zu düpieren und bis zur Halbzeit auf 37:28 davonzuziehen.
Doch die Marburgerinnen berappelten sich noch einmal, änderten ihre Abwehrstrategie und kämpften sich Punkt für Punkt heran. In dieser Phase zeigte vor allen Finja Schaake, welches Potenzial in ihr steckt. Vor Beginn des Schlussviertels waren die Blue Dolphins beim Stand von 46:51 wieder in Schlagdistanz.
Und als Tina Menz etwa zur Mitte des letzten Abschnitts per Dreier das 52:51 markierte, schien sich doch noch ein gutes Ende anzudeuten.
Allerdings waren die Gäste nicht gewillt, das Feld kampflos zu räumen. Sie hielten in der dramatischen Schlussphase immer dagegen, wendeten das Blatt und ließen Marburg nur  noch auf 61:62 herankommen. Acht Sekunden vor Schluss waren die Gastgeberinnen beim Stand von 61:63 gegen sie zwar noch einmal in Ballbesitz. Allerdings vergab Maggie Skuballa eine Dreierwurf, sodass die Niederlage besiegelt war.
Marburgs Trainer Unger wirkte ratlos. Die Nervosität seiner Mannschaft sei nur schwer zu erklären. „Verbessert habe sich der Zug zum gegnerischen Korb. „Wir erarbeiten uns Chancen und bekommen Freiwürfe, aber manchmal fehlt einfach das Glück“, sagte er. Die Mannschaft sei durchaus motiviert. Spielerisch gebe es einige Mängel. „Das müssen wir ändern, und wir kriegen es noch hin.“

Statistik:

BC Pharmaserv Marburg – DJK Brose Bamberg 61:63.
Marburg: Skuballa 12, Gohrke 2, Schaake 18, Happel, Davidson 4, Masek, Winterhoff, Stiller, Menz 11, White 14, Baranowski.
Bamberg: Young 11, Miller 5, Sokman 2, Zeis, Beck 3, T. Lohneiß 1, A. Lohneiß, Drammeh 18, Gut 9, Hartmann 4, Münder, Benzio 10.
Schiesdrichter : Thomas Pohl / Paulina Sobieszuk.
Zuschauer : 300.

von Bodo Ganswindt

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