Volltextsuche über das Angebot:

29 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Blue Dolphins stellen Startrekord ein

Basketball Blue Dolphins stellen Startrekord ein

Durch einen 78:73-Sieg im Endspurt bleiben die Marburgerinnen dem Titelverteidiger aus Saarlouis auf den Fersen.

Voriger Artikel
„Dolphins“-Trainerin warnt: „Das wird kein Spaziergang“
Nächster Artikel
Eingespielt statt zusammengewürfelt

Sandra Weber (links) übernahm am Ende des Spiels Verantwortung und sorgte mit einem Dreier für die 64:63-Führung. Auch von der Freiwurflinie zeigte sie keine Nerven.

Quelle: Melanie Schneider

Chemnitz. „Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel“, sah BC-Trainerin Aleksandra Kojic ihre Prognose bestätigt und war „happy, dass wir in den entscheidenden Situationen kühlen Kopf bewahrt und am Ende auch nicht zufällig gewonnen haben.“

In einem guten und temporeichen Spiel vor 600 Zuschauern, davon 35 aus Marburg, lagen die gastgebenden ChemCats nach gut 33 Minuten mit 60:53 vorne. Shenita Landry und Lisa Koop besorgten den Anschluss. Dann übernahm Sandra Weber die Verantwortung: Zunächst verwandelte sie nach beherztem Antritt zwei Freiwürfe, legte einen Feldkorb nach und brachte ihre Farben dreieinhalb Minuten vor Schluss per Dreier erstmals nach 16 Minuten wieder in Front (64:63). Beim Stand von 66:66 verwandelte sie erneut eiskalt zwei Strafwürfe. Chemnitz war nun zu überhasteten Aktionen und taktischen Fouls gezwungen. Doch die BC-Verteidigung stand und leitete immer wieder leichte Fastbreak-Punkte ein.

Notiz am Rande: Mit dem fünften Sieg im fünften Bundesliga-Spiel stellte der BC nebenbei den eigenen Start-Rekord aus dem Jahre 1998 ein. „Im vierten Viertel haben wir in der Verteidigung einiges geändert, dadurch auch die Sicherheit für den Angriff gefunden. Das war am Ende der Schlüssel zum Erfolg“, resümierte Kojic. Ihr Chemnitzer Kollege Raoul Scheidhauer sah im foulbedingten Ausscheiden seiner Spielmacherin Brianne O‘Rourke 2:18 Minuten eine mitentscheidende Szene: „Von da an hatten wir im Ballvortrag nicht mehr die nötige Qualität.“

Die Gäste hatten ordentlich begonnen und zeigten sich gut auf die Verteidigungsvarianten der ChemCats vorbereitet. Das Pharmaserv-Team spielte seine Größenvorteile geschickt aus: Lisa Koop steuerte zehn, Maggie Skuballa acht Zähler zur 23:18-Führung nach dem ersten Abschnitt bei. In der 12. Minute vergrößerte Sandra Weber nach Traumpass von Natalie Gohrke auf 30:20. Dann aber ließ bei den Marburgerinnen die Intensität in der Abwehr-Arbeit nach. Vor allem Corrie Fertitta-Cromer nutzte ihre Freiheiten und netzte fast nach Belieben ein. Am Ende standen für die auffälligste Akteurin des Abends 29 Punkte, davon sechs Dreier bei sieben Versuchen, auf dem Ergebnis-Bogen.

Durch einen 10:2-Lauf in den letzten zwei Minuten vor dem Seitenwechsel gingen die Chemnitzerinnen mit einem 39:38 in die Kabinen. Marburg konnte zwar nochmal kontern (42:39, 22. Minute), doch die „Katzen“ legten unter lautstarker Unterstützung in der Schlossteich-Halle nach, führten 52:46 nach 28 und 54:50 nach 30 Minuten. Der BC lag weiterhin stets zurück und das fünfte Foul der gut aufgelegten Lisa Koop (57:61, 35.) spielte Chemnitz in die Karten.

Doch ließen sich die Marburgerinnen nicht aus der Ruhe bringen und kämpften sich durch disziplinierte Team-Defense wieder heran. Sie holten die wichtigen Defensiv-Rebounds und bogen die Partie schließlich noch um.

von Marcus Richter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Testspiel Stadtallendorf gegen Alzenau