Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
BC Marburg Blue Dolphins prüfen den Deutschen Meister
Sport Lokalsport BC Marburg Blue Dolphins prüfen den Deutschen Meister
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:43 04.11.2009
Mit Lisa Koop (links) – hier im Vorjahresspiel gegen Saarlouis – will der BC Marburg gegen die Royals bestehen. Quelle: Archivfoto

Marburg. Derzeit ist das Gedränge groß in der Basektballbundesliga. Denn das neue Punktesystem, nach dem es pro Sieg zwei und pro Niederlage einen Zähler gibt, ließ den Abstand der Mannschaften bislang nicht groß werden. So kommt es, dass den Tabellenletzten Opladen und den Spitzenreiter Saarlouis lediglich vier Punkte trennen. Gleichwohl haben sich bereits jetzt jene Teams im oberen Drittel etabliert, die zum Favoritenkreis zählen.

Ganz besonders zählen dazu die Royals aus Saarlouis, die nicht nur Deutscher Meister, sondern auch Deutscher Pokalsieger sind. Die Royals sind allerdings nicht unschlagbar. Beim Mitfavoriten Freiburg mussten die Schützlinge von Trainer René Spandauw eine 68:83-Niederlage hinnehmen. Der 51-jährige Niederländer, der seit Beginn des Jahres auch Honorar-Bundestrainer der U-16-Nationalmannschaft der Mädchen ist, freut sich auf das Kräftemessen mit Marburg, das er natürlich gerne gewinnen möchte. „Wenn wir allerdings so eine schwache zweite Halbzeit wie im vergangenen Jahr spielen, werden wir mit 30 Punkten Unterschied verlieren“, sagt er.

Saarlouis muss derzeit auf zwei seiner wichtigsten Spielerinnen verzichten: Isabell Comtesse hat eine Hand gebrochen, und bei Lina Schiffer ist eine Achillessehne gerissen. „Das ist ein großes Handicap für uns“, betont Spandauw, „das ist so, als würden bei Marburg Amanda Davidson und Sherida Triggs ausfallen. Aber ich will nicht jammern. Wir haben eine guten Kader, um dieses Manko halbwegs zu kompensieren.“ Saarlouis’ Terminplan ist überdies geprägt durch die Verpflichtungen in den europäischen Wettbewerben. Gegen den Ligakonkurrenten BC Marburg erwartet Spandauw ein hart umkämpftes Match „in einer Halle mit sehr viel lauten Zuschauern“. Der Coach der Royals zählt die Blue Dolphins zu den Favoriten der Liga.

„Sie stehen jetzt da, wo sie von der Qualität ihrer Trainerin Aleks Kojic und ihrem Kader her hingehören. Ich habe eigentlich schon seit drei Jahren damit gerechnet.“ Für Spandauw ist es inzwischen zur Tradition geworden, mit seiner Mannschaft im Café Klingelhöfer in der Oberstadt vor dem Spiel Kuchen zu essen. Das soll auch diesmal wieder so sein. „Ohne Kaffee und Kuchen geht in Marburg gar nichts“, sagt er. Deshalb brechen die Royals bereits am Samstagmorgen um 8.30 Uhr auf, um in Ruhe ihre Kaffeerunde zelebrieren zu können.

von Bodo Ganswindt

Anzeige