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Blue Dolphins geben Sieg aus der Hand

Basketball Blue Dolphins geben Sieg aus der Hand

Am Ende des dritten Viertels roch es für die Basketballerinnen des BC Pharmaserv Marburg nach dem Halbfinaleinzug. Doch die Halle Lions drehten die Partie noch, siegten mit 60:59, und erzwangen ein Entscheidungsspiel.

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Playoff Viertelfinale Spiel 2 - Halle gegen BC Marburg - Margaret Dwyer (24) gegen Carlene Hightower. Foto: Melanie Schneider

Quelle: Melanie Schneider

Halle . Sieben Sekunden vor Schluss hatten es die Blue Dolphins noch einmal selbst in der Hand. Halle führte mit 60:59, Ballbesitz Marburg. Hicran Özen bekam das Spielgerät, zog zum Korb, verlegte aber den Lay-up. Shenita Landry wollte zum Rebound nachgehen, wurde aber gleich von zwei Gegnerinnen daran gehindert. 42 Fouls hatten die Schiedsrichter bis dahin verhängt – der 43. Pfiff blieb jedoch aus. Ende. BC-Trainerin Aleksandra Kojic war stocksauer und verkniff sich anschließend vorsorglich jeden Kommentar zur Leistung der Unparteiischen.

Allerdings: Alleine an der Schiedsrichterleistung lag es nicht, dass die Marburgerinnen den vorzeitigen Halbfinaleinzug verpassten. „In der ersten Halbzeit hatten wir viel zu viele unnötige Ballverluste“, sagte Marburgs Co-Trainer Frank Arnold. 16 dieser Turnovers unterliefen den Blue Dolphins vor der Pause. Am Ende standen 23 zu Buche, für Halle nur 15. Da nutzte auch die Rebound-Überlegenheit nicht viel. „In der zweiten Halbzeit sind wir besser ins Spiel reingekommen“, so Arnold weiter. „Aber wir haben es nicht geschafft, uns entscheidend abzusetzen.“

Zwar hatte sich sein Team kurz vor Ende des dritten Viertels ein komfortables 9-Punkte-Polster erarbeitet. Doch Marburg machte sich das Leben selbst schwer. Die Spielerinnen haderten mit Schiedsrichter-Entscheidungen; sie dribbelten, statt zu passen und mussten aufgrund von Zeitproblemen Notwürfe abfeuern; sie ließen sich von der Atmosphäre „Hexenkessel“ der Sporthalle Burgstraße beeindrucken. Wobei der Hallensprecher die 300 Mann starke Menge auch dann noch penetrant und teilweise unfair anpeitschte, während sich die Marburgerinnen auf Freiwürfe vorbereiteten.

Zudem revanchierte sich Halles Starspielerin Tamara ­Tatham auch für ihre persönliche Niederlage, die sie am Freitagabend im direkten Duell mit Marburgs Lisa Koop einstecken musste. Koop hatte früh Foulprobleme, die Kanadierin nutzte das weidlich aus und avancierte zum entscheidenden Faktor mit 23 Punkten und 3 Offensiv-Rebounds. Neun Punkte erzielte Tatham in den letzten zehn Spielminuten, darunter den 59:59-Ausgleich 67 Sekunden vor Schluss. Lisa Koop und Topscorerin Maggie Skuballa waren zu dem Zeitpunkt nach ihren fünften Fouls schon nicht mehr dabei.

Dass Laura Hebecker 33 Sekunden vor Schluss dann nur einen ihrer zwei Freiwürfe traf, reichte Halle zum 60:59-Sieg. „Wir haben uns selbst geschlagen“, sagte Marburgs Flügelspielerin Natalie Gohrke. „Vor allem in der Defensive haben wir zu viele einfache Treffer zugelassen.“ Von Resignation aber keine Spur. Vielmehr kündigte Gohrke für das entscheidende dritte Match am Freitag (20 Uhr) eine Trotzreaktion an.

Das Viertelfinale (2. Spiel):

Eisvögel Freiburg – Heli Donau-Ries83:67

Wolfenbüttel – Saarlouis Royals58:53

NB Oberhausen – TSV Wasserburg79:65

(Play-Off-Gesamtstand überall 1:1)

von Marcus Richter
und Holger Schmidt

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