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BC Marburg Blue Dolphins erteilen Eagles Abfuhr
Sport Lokalsport BC Marburg Blue Dolphins erteilen Eagles Abfuhr
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20:06 12.12.2010
Marburgs Shenita Landry auf dem Weg zu einem Korberfolg. Gegen Leipzig gelangen ihr 15 Punkte. Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Es muss und kann nicht immer eine Gala sein, mit der ein Sieg eingefahren wird. Den Blue Dolphins reichte am Samstagabend eine durchaus solide Leistung, um den Eagles aus Leipzig mit einer Packung nach Hause zu schicken.

Zu bieder war das, was die Gäste, die um den Klassenerhalt kämpfen, in der Georg-Gaßmann-Halle boten. Der Niveauunterschied zwischen beiden Teams blieb niemandem verborgen, obwohl den Anwesenden ein paar Mal der Blick verdunkelt wurde. Denn in der vierten Spielminute fiel nicht nur die Anzeigetafel aus, sondern auch das Hallenlicht. Wenig später wurde es erneut dunkel, ehe der Fehler – eine Sicherung im Hallenflur war defekt – behoben werden konnte.

Blue Dolphins erteilen Eagles Abfuhr

Im ersten Viertel agierten die Blue Dolphins noch etwas holprig. Doch in der Schlussphase zogen sie – immer wieder angetrieben durch die agilen Hicran Özen und Sandra Weber – über 17:15 auf 22:15 davon. Leipzigs Trainer Ingo Klimmey räumte ein, dass seine Eagles – entgegen der bisherigen Spielverläufe – einen hohen Rückstand zu Anfang haben vermeiden können. „Allerdings hatte Marburg da auch nur mit halber Kraft gespielt“, sagte er. „Wir haben heute den kommenden Deutschen Meister gesehen“, prognostizierte der Coach, „Marburg ist ein eingespieltes Team und kann sich auf dem Weg zum Titel nur selbst schlagen.“

Tatsächlich forcierten die Blue Dolphins im zweiten Viertel das Tempo, waren stets im Bilde, zeigten die bessere Spielanlage und standen in der Abwehr gefestigt. Der Aktionsradius von Leipzigs Dreh- und Angelpunkt, der quirligen Aufbauspielerin Angela Pace, wurde zunehmend eingegrenzt. Überdies saß nun auch das Gros der Distanzwürfe. Captain Amanda Davidson und Finja Schaake, die an diesem Abend wohl eines ihrer besten Spiele im Trikot der Blue Dolphins absolvierten, trafen fast nach Belieben. Mit 45:27 gingen die Teams in die Pause.

Im dritten Abschnitt machte sich bei den Gästen ein Subs­tanzverlust bemerkbar, während Marburg klar das Geschehen diktierte, im Angriff locker punktete – Shenita Landry zeichnete sich dabei einige Male aus –, in der Defense geschickt agierte und Leipzig kaum zur Entfaltung kommen ließ. Mit zwei spektakulären Dreiern besorgte Finja Schaake die 70:36-Führung, ehe es in das letzte Viertel ging.

Die Gäste wirkten nun kraftlos, produzierten etliche Fehler und waren mit dem 45:85 aus ihrer Sicht noch gut bedient, zumal die Blue Dolphins etliche gute Möglichkeiten ausließen.
Marburgs Trainerin Aleksandra Kojic zeigte sich zufrieden, aber keineswegs euphorisch: „Wir haben Leipzig mit unserer variantenreichen Verteidigung den Schneid abgekauft. Meine Spielerinnen sind als homogenes Team aufgetreten und haben das super umgesetzt, was ich ihnen mit auf den Weg gegeben habe.“

von Bodo Ganswindt

Die Statistiken zum Spiel lesen Sie am Montag in der Printausgabe der OP.

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