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BC Marburg Blue Dolphins enttäuschen in Freiburg
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20:56 21.03.2010
Maggie Skuballa (rechts) – hier bedrängt von Franziska Höre – gehörte in Freiburg zu den besten ihres Teams. Quelle: Schneider

Freiburg. Als Maggie Skuballa nach knapp vier Minuten einen Korbleger plus Bonus-Freiwurf zum 8:6 verwandelte, ahnte noch niemand, dass dies die letzte Führung der Gäste bleiben sollte. Obwohl sich die Freiburgerinnen den Luxus von sechs vergebenen Freiwürfen leisteten, führten sie bis zum Viertel-Ende mit 19:9 bereits eine kleine Vorentscheidung herbei. „Wir haben über die Defense ins Spiel gefunden. Und wenn man, wie Marburg, auswärts im ersten Abschnitt nur neun Punkte macht, kann das schon verunsichern“, maß USC-Trainer Harald Janson dem Verlauf der ersten zehn Minuten große Bedeutung bei. Gegen die gute Verteidigung der Gastgeberinnen fand der BC kaum ein Mittel. Selten kam man überhaupt in Korb-Nähe, bevor sich die 24 Sekunden Angriffszeit dem Ende zuneigte.

Unter dem Brett war kaum ein Durchkommen. Dazu drehte sich der eine oder andere Wurf wieder aus dem Ring und sorgte zunehmend für Verunsicherung. Und von der Außenposition klappte rein gar nichts. Der erste Treffer von dort gelang Julia Gaudermann nach 28 Minuten zum 28:52. Der einzige Dreier (bei 14 Versuchen) war Marburgs erneut bester Punkte-Sammlerin, Maggie Skuballa, vergönnt – allerdings erst knapp vier Minuten vor dem Ende, als die Begegnung beim 43:67 längst gelaufen war. Die schlechte Treffer-Quote war nach Einschätzung von BC-Trainerin Aleks Kojic hauptsächlich eine Kopfsache. „Wir haben oft die richtigen Entscheidungen nicht konsequent zu Ende gespielt“, analysierte sie die teils zögerliche Spielweise ihrer Schützlinge.

Der USC kam durch die aggressive Verteidigung zu vielen Schnellangriffen mit leichten Punkten, während sich der BC jeden Zähler deutlich härter erarbeiten musste. Das Rebound-Duell, zuletzt oftmals Marburger Erfolgsgarantie, ging diesmal verloren (31:35). „Und was uns am meisten geschadet hat, waren die 30 Ballverluste“, betonte Mannschaftskapitänin Amanda Davidson. Während bei den Gastgeberinnen Mirna Paunovic und Sarah Hayes immer wieder Verantwortung übernahmen, fiel auf Marburger Seite besonders die Kleinste, Julia Gaudermann, positiv auf. Die 17-Jährige brachte frischen Wind in die Partie, agierte mutig und wurde mit gut 12 Minuten Spielzeit belohnt.

Spätestens zur Halbzeit (22:40) aber herrschte bei den etwa 50 mitgereisten BC-Anhängern Ratlosigkeit. Nach dem 32:57 vor Beginn des Schlussakts war der ein oder andere bereits mit einem Ohr in den anderen Hallen, um die weiteren Zwischenstände und damit den Viertelfinal-Gegner und die Abstiegsfrage zu erfahren. Aleks Kojic sprach vom „mit Abstand schlechtesten Saison-Spiel“, war gleichzeitig aber zuversichtlich, dass man „im nächsten Spiel wieder eins der besten abliefern“ kann. Der Viertelfinal-Gegner des BC Pharmaserv Marburg ist, wie im Vorjahr, der SV Halle. Diesmal aber mit Heimvorteil für die Hessinnen. Die erste von maximal drei Begegnungen wird am Karsamstag in Marburg ausgetragen.

von Marcus Richter

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