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Balance-Akt für BC Marburg bei Donau-Ries

Basketball Balance-Akt für BC Marburg bei Donau-Ries

Die Basketballerinnen des BC Pharmaserv Marburg möchten ihre formidable Erfolgsbilanz von 15:1 Siegen ausbauen. Das wird für den Spitzenreiter bei Heli Donau-Ries allerdings eine schwere Aufgabe.

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Maggie Skuballa (links) gegen (von links) Morgan Henderson, Dorothea Richter und Dasa Rajecka, die zur starken Startformation von Donau-Ries gehören.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Eine im besten Falle durchschnittliche Leistung reichte den Marburgerinnen, um am vergangenen Samstag gegen Schlusslicht Chemnitz souverän mit 20 Punkten Vorsprung zu gewinnen. In Donau-Ries (So., 16 Uhr) muss eine Steigerung erfolgen, sonst dürfte es für die Blue Dolphins beim Tabellenvierten nicht viel zu holen geben. „Gegen eine Mannschaft wie Chemnitz hat es gereicht“, sagt Aleksandra Kojic. „Am Sonntag müssen wir aber eine andere Intensität aufs Feld bringen.“ Marburgs frischgekürte Trainerin des Jahres weiß aber auch, dass gegen vermeintlich leichte Gegner die Motivation ein entscheidender Faktor ist. Das sei „verständlich“ gegen schwächere Teams. „Aber ob es akzeptabel ist?“

Man kann also davon ausgehen, dass in dieser Woche im Training Klartext gesprochen wurde. Damit will es Kojic dann auch bewenden lassen, zumal sich ihre Schützlinge einsichtig zeigten und selbst nicht zufrieden waren mit der Darbietung: „Das ist schon wieder Vergangenheit, der Fokus liegt jetzt auf den kommenden Aufgaben.“

Konzentration ist auch vonnöten, wollen die BC-Frauen im bayrischen Nördlingen gegen Donau-Ries bestehen. „Vor allem die erste Fünf ist hervorragend“, sagt Aleks Kojic. „Das gehört zum Besten, was es in der Bundesliga gibt.“ Zwischen 30 und 35 Minuten stehen die beste Passgeberin der Liga, Amanda Rego, Topscorerin Dorothea Richter, Dreierspezialistin Morgan Henderson und die beiden Centerspielerinnen Dasa Rajecka und Sabine Loewe auf dem Parkett. Außer Rego (8,3 im Durchschnitt) punkten alle Starterinnen im Schnitt zweistellig.

Im Umkehrschluss heißt das aber auch: Die Bank ist nicht so stark besetzt wie die der Marburgerinnen. Wenngleich die 17-jährige Nachwuchsspielerin Sophie Eder auch immerhin zehn Punkte zur erst am Ende knappen 67:72-Niederlage in Wasserburg beisteuerte. „Wir sind als Mannschaft ausgeglichener“, findet Kojic. „Ich habe neun Leute, die dem Spiel ihren Stempel aufdrücken können.“

Gegen die Zonenverteidigung von Donau-Ries setzen die Blue Dolphins auf eine Mischung aus Würfen von außen und Versuchen nahe am Brett. „Es ist wichtig, eine gute Balance zu finden“, sagt Aleks Kojic.

Im Hinspiel waren insbesondere die Distanzwürfe eine Waffe. Das Ergebnis von 66:45 war aber deutlicher als der Spielverlauf. Erst in den beiden Schlussvierteln schraubten die Marburgerinnen ihre Trefferquote auf 38 Prozent von jenseits der Dreierlinie (8 von 21) und zogen davon. Morgan Henderson war damals kein Faktor, Sabine Loewe von Lisa Koop, Shenita Landry und Natalie Gohrke komplett abgemeldet. Allerdings, so warnt Kojic, „müssen wir über 40 Minuten einen klaren Kopf behalten“. Donau-Ries verfüge in Nördlingen über eine „echte Heimhalle“ mit toller Atmosphäre. Der BC wird die Reise dorthin mit denselben neun Spielerinnen antreten, die schon für den Erfolg über Chemnitz gesorgt haben.

17. Spieltag: ChemCats Chemnitz – Rhein-Main Baskets (Sa., 17 Uhr), Herner TC – TSV Wasserburg (Sa., 18 Uhr), Eisvögel Freiburg – Wildcats Wolfenbüttel, Saarlouis Royals – NB Oberhausen (beide Sa., 19.30 Uhr), Leipzig Eagles – Halle Lions (So., 16 Uhr).

von Holger Schmidt

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