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Aus der Traum: BC Pharmaserv Marburg verliert mit 64:67

BC Marburg im Pokal-Halbfinale Aus der Traum: BC Pharmaserv Marburg verliert mit 64:67

Der Traum vom zweiten Pokalsieg war für das Pharmaserv-Team bereits nach dem Halbfinale ausgeträumt.

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Quelle: Melanie Schneider

Wasserburg. Fassungslose Gesichter gab es bei den etwa 70 mitgereisten BC-Anhängern. Dabei hatten ihre Lieblinge nach einem Dreier von Amanda Davidson in der 28. Minute bereits mit 54:43 geführt. Auch acht Minuten vor Schluss hatte man bei Shenita Landrys Treffer zum 63:55 zwar keinen komfortablen Vorsprung aber die Partie scheinbar im Griff.

Doch mehr als einen Freiwurf zum 64:60 von Lisa Koop, die trotz früher Foulbelastung ein gutes Spiel machte, brachten die Marburgerinnen bis zum Ende nicht mehr auf die Anzeigetafel.

Schon der Beginn war von Nervosität der BC-Frauen geprägt. Die Systeme wurden zu oft nicht durchgspielt, man verlegte sich auf Einzelaktionen.

Nach fünf Minuten ging gelang dem Tabellenführer die erste Führung (10:9), die man sich aber sieben Minuten später wieder abnehmen ließ und plötzlich 24:29 zurücklag.

Doch dann schalteten die Marburgerinnen einen Gang höher, packten beim Rebound energisch zu und waren im Angriff aus allen Positionen gefährlich. Mit einem 38:35-Vorsprung ging es in die Kabinen.

Marburg spielte in der Folge im Angriff strukturiert, war die klar bessere Mannschaft und baute die Führung elf Minuten vor Schluss auf elf Punkte aus. Doch dann agierte das Pharmaserv-Team teilweise zu unentschlossen. Freie Würfe wurden nicht genommen, lieber noch einmal gepasst. Wenn dann mal geworfen wurde, kam auch noch etwas Pech dazu, zwei, drei Bälle rollten wieder aus dem Ring. Donau-Ries griff sich die Abpraller und schon war der Marburger Vorsprung aufgebraucht.

Angetrieben von Dasa Rajecka lag der aufopferungsvoll kämpfende Tabellenvierte 32,5 Sekunden vor dem Ende durch zwei Freiwurftreffer von Morgan Henderson erstmals seit der 17. Minute wieder vorne (65:64). Marburg leistete sich einen Ballverlust und musste schnell foulen. Erneut Henderson machte von der Freiwurflinie den Finaleinzug für ihre Farben perfekt.

Marburgs Trainerin Aleks Kojic war „lange nicht mehr so enttäuscht“, da man „eigentlich die bessere Mannschaft“ gewesen sei. Mit der Linie der Unparteiischen war sie gar nicht einverstanden: Das allererste Foul gegen Donau-Ries wurde erst in der 15. Minute gepfiffen. Da hatte der BC schon deren acht hatte. Das erscheint zumindest ungewöhnlich, wie auch die Foul-Verteilung am Ende mit 21:11 gegen Marburg. Sogar Donau-Ries-Coach Patrick Bär gab zu: „Wir haben hier und da die Pfiffe bekommen, die wir wollten. Marburg hat sie nicht nicht bekommen.“

Doch hätte der Tabellenerste im Schlussakt nur ein wenig besser getroffen (31 Prozent nach dem Seitenwechsel, Donau-Ries 63 Prozent), wäre das Finale locker machbar gewesen. Und so fasste man sich im Marburger Lager vor allem auch an die eigene Nase: „Nach unserer Elf-Punkte-Führung haben wir es selber verbockt. Wir hatten ein paar Totalausfälle und das kann man sich im Pokalhalbfinale nicht leisten“, war die BC-Trainerin auch mit ihren Schützlingen nicht zufrieden und ergänzte: „Aus der Niederlage müssen wir für die Playoffs lernen, mit dem Druck umzugehen.“

Im zweiten Halbfinale besiegte Gastgeber TSV Wasserburg klar mit 81:51 gegen BC Wolfenbüttel.

von Marcus Richter

Pokalwochenende in Wasserburg - BC Pharmaserv Marburg gegen Heli Donau-Ries - Das spiel kann weitergehen - Foto: Melanie Schneider

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