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BC Marburg Auf der Suche nach der Konstanz
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21:10 20.01.2012
Shenita Landry (rechts) zieht an Francis Pieczynski von den Rhein-Main Baskets vorbei. Beim Gnau-Cup siegten die „Blue Dolphins“, in der Liga jedoch die Südhessinnen. Quelle: Weigel

Marburg. Ein Derby ist normalerweise geprägt von großer Rivalität. Im Duell zwischen den „Blue Dolphins“ und den Rhein-Main Baskets beschränkt sich diese aber tatsächlich rein aufs Sportliche.

Von Anfeindungen keine Spur, ganz im Gegenteil. „Ich respektiere die Rhein-Main-Mädels, aus meiner Sicht gibt es da überhaupt keine negative Konkurrenz“, sagt BC-Trainerin Aleksandra Kojic. „Es ist doch toll, dass wir in Hessen so viele gute Basketball-Spielerinnen ausgebildet haben.“

Ins gleiche Horn stößt Rhein-Main-Coach Steffen Brockmann, der auf der Baskets-Homepage mit dem Satz zitiert wird: „Wenn man die Ausgeglichenheit des Marburger Teams auf hohem Niveau sieht, muss man einfach Respekt vor Aleks Kojic und ihrem Team haben.“

Ein Wiedersehen gibt es für die Zuschauer in der kleinen Gaßmann-Halle mit Karolin Holtz. Die Centerspielerin wechselte zu Saisonbeginn von Marburg nach Südhessen, auch weil sie in Wiesbaden arbeitet. Zu vielen BC-Spielerinnen pflegt Holtz noch ein gutes Verhältnis. Wie das Spiel auch ausgehe – man werde anschließend gemeinsam weggehen und etwas unternehmen, sagt „Blue Dolphins“-Kapitän Maggie Skuballa.

Friede, Freude, Eierkuchen also? Nicht ganz. Denn bei allem gegenseitigen Respekt geht es am Samstag um wichtige Bundesliga-Punkte und eine gute Ausgangsposition für die Playoffs. Die Rhein-Main Baskets sind mit 14 Punkten Dritter, die Marburgerinnen liegen mit 12 Zählern auf Rang sechs.

Sorgen bereiten Aleks Kojic die Formschwankungen ihrer Schützlinge. Man müsse zusehen, „dass unsere Leistungsträgerinnen wieder die Leistungen bringen, die sie im vergangenen Jahr abgerufen haben. Wir arbeiten daran, dass wir Konstanz reinbekommen“. Ungewohnt direkt nimmt Kojic ihre Spielerinnen in die Pflicht – ohne Namen zu nennen: „Wir müssen uns auf ein, zwei Spielerinnen verlassen können.“ Es stelle sich die Frage, warum die Leistung so schwankend seien. „Das muss man klar so sehen.“

von Holger Schmidt

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