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68:89 – BC Marburg verspielt die Endspielchance

Basketball 68:89 – BC Marburg verspielt die Endspielchance

Nach einer über weite Strecken schwachen Vorstellung musste der BC Pharmaserv Marburg den Traum vom Einzug in die Endspielserie um die deutsche Meisterschaft begraben.

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Freiburgs Sarah Hayes versucht Marburgs Lisa Koop den Ball wegzuschnappen. Der BC ist Freitagebend im Halbfinale ausgeschieden.

Quelle: Foto: Melanie Schneider

Freiburg . Vor gut 1 000 Zuschauern in der Freiburger Uni-Sporthalle erwischten die Marburgerinnen am Freitagabend einen rabenschwarzen Tag. Nur zweimal lagen die „Dolphins“ in Führung – 2:0 durch Amanda Davidson und 4:2 durch Maggie Skuballa in der ersten Spielminute –, danach aber lief fast gar nichts mehr zusammen. Yvonne Turner – wie schon beim Freiburger 65:62-Erfolg in Marburg mit 27 Punkten überragende Spielerin auf dem Feld –, und Jahzinga Tracey sorgten fast im Alleingang dafür, dass sich die Gastgeberinnen nach fünf Minuten beim 17:6 schon vorentscheidend absetzten.

Während die beste Abwehr im bisherigen Saisonverlauf phasenweise neben sich stand und Freiburg immer wieder zu leichten Punkten kommen ließ, trafen die „Eisvögel“ bis zur Pause nach Belieben. Eine Trefferquote von 57 Prozent aus dem Feld sprach Bände. Zwar kam Marburg noch einmal von 19:8 auf 20:16 heran.

Doch nach zehn Minuten hatte sich Freiburg wieder abgesetzt (26:19) und legte mit 16:0-Punkten in den ersten 200 Sekunden des zweiten Viertels den Hebel endgültig Richtung Finalserie um. Beim 55:32 zur Pause war das Spiel entschieden, beim 76:48 nach 30 Minuten bahnte sich eine Katastrophe aus Marburger Sicht an, zumal 20 Ballverluste die Freiburgerinnen immer wieder zu erfolgreichen Schnellangriffen einluden und Marburgs Rhythmus störten.
Kampflos aber wollten sich die „Dolphins“ nicht in ihr Schicksal ergeben. In den letzten zehn Minuten legten sie noch einmal einen Zahn zu, die Umstellungen im Abwehrsystem brachten Freiburg in Schwierigkeiten.
Nun trafen auch Maggie Skuballa und Sandra Weber aus dem Feld, setzte Amanda Davidson einen Dreier. 15:2-Punkte markierte der BC in den ersten vier Minuten des Schlussabschnitts zum 78:63, kam durch einen Dreier von Weber sogar noch auf 80:66 heran (36.).

Mehr aber war nicht drin. Freiburg bewahrte die Ruhe, brachte den Sieg in der Schlussphase sicher nach Hause und spielt nun in der Endspielserie gegen den TSV Wasserburg. Die Marburgerinnen haben noch die Chance auf Platz drei. Am kommenden Freitag gastieren sie beim TV Saarlouis, am Sonntag, 17. April, findet in Marburg das Rückspiel statt.

„Freiburg hat disziplinierter und taktisch schlauer gespielt und uns ins offene Messer laufen lassen. Zudem haben uns haarsträubende Ballverluste nie ins Spiel kommen lassen. Schade, dass wir in den Playoffs nicht annähernd das gespielt haben, was wir in der Hauptrunde gezeigt haben“, sagte eine enttäuschte Marburger Trainerin Aleksandra Kojic.
Freiburgs Trainer Harald Janson spendete Trost: „Schade, dass das beste deutsche Team gescheitert ist.“

von Marcus Richter
und Frank Steinhoff-Wolfart

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