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"Sinn voll erfüllt": Eintracht überzeugt auch ohne Tore

Fußball "Sinn voll erfüllt": Eintracht überzeugt auch ohne Tore

Armin Veh hatte an diesem Wochenende Wichtigeres zu tun, als sich ein Fußballspiel anzuschauen. Der Trainer von Eintracht Frankfurt war bei der Hochzeit eines Freundes der Trauzeuge.

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Veh: «Für mich hat dieses Spiel seinen Sinn...voll erfüllt.».

Quelle: Arne Dedert

Frankfurt/Main. Vehs bisherige Bilanz auf diesem Feld kann allerdings nicht ganz Schritt halten mit den jüngsten Erfolgen seiner Mannschaft in der Bundesliga. "Ich bin zum vierten Mal Trauzeuge und die ersten drei Paare sind schon wieder getrennt. An dieser Hochzeit werde ich jetzt gemessen", sagte der 51-Jährige und lachte dabei.

Die Stimmung bei Eintracht Frankfurt ist also nach wie vor gelöst, daran hat auch das 0:0 im Testspiel und Stadtderby beim Zweitligisten FSV nichts geändert. Die Eintracht versiebte zwar beinahe ein Dutzend klarer Chancen, aber Veh war mit dieser Überbrückung der Länderspielpause dennoch sehr zufrieden. "Die Zuschauer haben ein gutes Spiel gesehen, mit etwas zu vielen Chancen sogar", meinte er. "Aber die Spieler, die im Rhythmus sind, sind im Rhythmus geblieben. Und die Spieler, die lange nicht gespielt haben, haben Spielpraxis gekriegt. Für mich hat dieses Spiel seinen Sinn also voll erfüllt."

Gut eine Woche vor dem nächsten Pflichtspiel gegen seinen früheren Verein Hamburger SV (Sonntag, 17.30 Uhr) hat der Trainer dazu auch noch ein paar handfeste positive Erkenntnisse gewonnen. Seine junge, neu formierte Mannschaft zeigt selbst dann eine Menge Spielfreude und Offensivdrang, wenn es nicht um wichtige Bundesliga-Punkte geht. Außerdem hält sein Kader noch einige Alternativen parat, die Veh offenbar jederzeit bedenkenlos bringen kann.

Stefano Celozzi jedenfalls überzeugte am Bornheimer Hang als solider Vertreter des U21-Nationalspielers Sebastian Jung. Martin Lanig erzielte diesmal zwar kein Tor, machte im defensiven Mittelfeld als Rode-Ersatz aber dennoch ein gutes Spiel. Auch der erst 17 Jahre alte Marc-Oliver Kempf bestätigte die vielversprechenden Eindrücke, die er bereits während der Saison-Vorbereitung hinterlassen hatte. Der Verteidiger wurde zur Pause für Heiko Butscher eingewechselt.

Lediglich im Sturm muss Veh zittern und bangen, dass Olivier Occean nichts passiert. Erwin Hoffer hatte als Vertreter des kantigen Kanadiers mehrere unglückliche Szenen am Freitagabend, Neuzugang Dorge Kouemaha ist immer noch nicht fit. Rob Friend wiederum bekam nicht einmal die Chance, sich zu empfehlen. Selbst in einem Testspiel, bei dem ein Teil des Kaders wegen Länderspiel-Einsätzen fehlte, durfte er nur zehn Minuten mitspielen. Der Kanadier gibt die Hoffnung aber noch nicht auf. "Im Sturm sind wir ja nicht so groß aufgestellt. Vielleicht werde ich ja noch gebraucht", sagte der 31-Jährige der "Bild"-Zeitung bereits in der vergangenen Woche.

Mittelfeldspieler Stefan Aigner fehlte im Stadtderby übrigens, ohne eine Länderspiel-Einladung erhalten zu haben. "Stefans Bruder hat geheiratet. Auch der brauchte einen Trauzeugen", verriet Veh.

dpa

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