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Hessen SG Hellas Frankfurt will durchstarten
Sport Hessen SG Hellas Frankfurt will durchstarten
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21:18 15.07.2010
Georgios Tzavellas (links) stellte sich dem Frage-Antwort-Spiel der Reporter. Zur Übersetzung benötigte der Linksverteidiger die Hilfe seines Kollegen Ioannis Amanatidis. Quelle: Michael Hoffsteter

Grünberg. Ein lockerer Typ kommt in die Hotel-Lobby in Grünberg geschlurft. Die kurzen Haare strubbelig gegelt, ein stattlicher Vollbart im Gesicht. Wach und neugierig mustert Georgios Tzavellas die Journalisten. Er lacht viel. Deutsch versteht der neue Linksverteidiger der Eintracht noch nicht. Deswegen ist Ioannis Amanatidis an seiner Seite. „Ich versuche, dass eine oder andere im Training aufzuschnappen“, übersetzt der erfahrene Eintracht-Stürmer die ersten Worte des 22-Jährigen, der seine Heimatstadt Athen vor zwei Wochen hinter sich gelassen hat, um eine neue, unbekannte Fußballwelt zu erobern.
Die „griechische Gemeinde“ in Frankfurt gefällt Tzavellas natürlich gut. Das sei sicher eine große Hilfe, sagt er. Mit ihm, Amanatidis und dem ebenfalls neuen Stürmer Theofanis Gekas spielen gleich drei Hellenen in der Main-Metropole. „Wichtiger ist aber, dass ich zum Spielen komme“, sagt der junge Mann. „Damit ich zeigen kann, was ich drauf habe.“

Die Chancen stehen nicht schlecht. Abgesehen von Nikola Petkovic, der in den Planungen von Michael Skibbe aber überhaupt keine Rolle spielt, ist Tzavellas der einzige gelernte Linksverteidiger im Kader der Eintracht. Eine Stammplatzgarantie ist das allein jedoch nicht. „Wir müssen abwarten, wie die Vorbereitung verläuft“, sagt der Trainer. „Vom Potenzial und Talent trauen wir ihm zu, dass er den Wegfall von Christoph Spycher auffangen kann.“ Als dynamisch und kraftvoll, beschreibt Skibbe den Griechen, mit guten Vorstößen und einer ebensolchen Flanken- und Schusstechnik. Allerdings müsse er sich erst in Deutschland zurechtfinden.

An der Anpassungsfähigkeit seines Landsmannes zweifelt Amanatidis nicht. „Er ist ein sehr ruhiger Typ“, sagt er über den Neuen, sehr solide und angenehm. Er erwarte keine Komplikationen, weil Tzavellas keine „unerwarteten Dinge“ tue. Die Ordnung und das Strukturierte gefalle ihm in Deutschland. Im Gegenteil zu Griechenland. „Da lässt man alles lockerer angehen“, sagt Amanatidis.

von Holger Schmidt

Mehr zu diesem Thema finden Sie in der gedruckten OP vom 16.07.2010.