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Ratlos oder nicht ratlos: Eintracht muss sich wieder mal sammeln

Fußball Ratlos oder nicht ratlos: Eintracht muss sich wieder mal sammeln

Nach einer erneut peinlichen Pleite beim 1. FC Köln herrscht bei Eintracht Frankfurt immer größeres Rätselraten. Aber ratlos, so betonte Trainer Thomas Schaaf, sei man beim immer wieder aus der Spur driftenden Fußball-Bundesligisten nicht.

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Bastian Oczipka sucht nach Erklärungen für Formschwankungen.

Quelle: Marius Becker

Frankfurt/Main. "Ich denke auch, dass es ganz klare Kopfsache ist momentan. Gerade in den Auswärtsspielen zerbrechen wir komplett und kriegen in relativ wenigen Minuten sehr, sehr viele Gegentore", sagte Außenverteidiger Bastian Oczipka nach dem Auslaufen der Mannschaft am Montag.

Sein Mitspieler Stefan Aigner hatte unmittelbar nach der 2:4-Niederlage am Sonntag beklagt, dass er "ein bisschen ratlos" sei. Schaaf wies dies im Sky-Interview brüsk zurück: "Was wir mit Sicherheit nicht sind, ist ratlos!".

Nach dem erneuten Rückschlag liegt die Eintracht als Tabellenneunter nun schon sieben Punkte hinter den Europa-League-Plätzen. Wieder einmal verpasste das Team nach einem Heimsieg die große Chance, einen Schritt nach vorne zu machen. "Das ist doch hier wie täglich grüßt das Murmeltier", ärgerte sich Rechtsaußen Aigner nach dem Schlusspfiff.

Diesmal setzte es drei Gegentore in zehn Minuten. Zuvor beim 1:2 in Mainz waren es drei in zwölf Minuten - übertroffen noch von den dreien in acht Minuten beim 1:4 in Freiburg. Mit 49 Gegentreffern hat die Eintracht nun wieder zusammen mit Werder Bremen die schlechteste Abwehr der Liga.

"Fast schon ein Mysterium", so beschrieb die "Frankfurter Rundschau" am Montag die Begegnungen der Eintracht, wenn diese innerhalb kurzer Zeit wie ein Kartenhaus zusammenbricht. Das Fachblatt "Kicker" titelte vom "großen Rätselraten", die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schrieb: "Wieder eine unerklärliche Niederlage".

"Wir stellen uns saudumm an, wenn ein Spiel auf der Kippe steht", meinte Abwehrspieler Marco Russ. Dabei waren den Kölnern in zuvor elf Heimspielen gerade mal fünf Tore gelungen. Am Ende sah das Ergebnis von 2:4 fast noch gut aus für die desolate Eintracht. Dafür, dass die Frankfurter in der ersten Halbzeit keinen einzigen Torschuss abgegeben hatten. Am Ende zog Alexander Meier mit seinen Saisontoren Nummer 17 und 18 an Bayern-Profi Arjen Robben vorbei, doch darüber wollte der Goalgetter erst gar nicht groß reden.

"Gegen Paderborn müssen wir uns anders zeigen", forderte Schaaf am Montag. In dieser Woche müsse man "mehrere Bereiche" thematisieren - "die dann hoffentlich am Wochenende zu einer besseren Leistung führen." In der Mannschaft ist die Berg- und Talfahrt jedenfalls ein "großes Thema", so Torhüter Kevin Trapp. "Wir müssen raus aus der Achterbahn!", meinte Russ.

dpa

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