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Launische Eintracht? Schaaf wehrt sich gegen Kritik

Fußball Launische Eintracht? Schaaf wehrt sich gegen Kritik

Die Aufforderung war eindeutig: "Auswärtssieg, Auswärtssieg", riefen die Fans von Eintracht Frankfurt nach dem jüngsten 4:0-Sieg gegen Paderborn. Die Eintracht will und soll am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim Tabellenletzten VfB Stuttgart unbedingt schaffen, woran sie in dieser Saison schon so häufig gescheitert ist: Endlich einmal Beständigkeit zeigen.

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Frankfurts Trainer Thomas Schaaf.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Frankfurt/Main. Endlich einmal einem guten Spiel nicht sofort wieder den nächsten Rückschlag folgen lassen.

"Wir haben jetzt für uns die Situation, dass jeder erstmal erwartet: Wir verlieren", sagte Trainer Thomas Schaaf am Freitag halb ironisch, halb genervt. Denn seiner Meinung nach kommt die neu formierte Mannschaft der Eintracht in der öffentlichen Bewertung zu schlecht weg. "Es wird hier immer wieder das Negative an der Situation gesucht. Dabei stehen wir besser da, als es vor der Saison vermutet wurde. Ich freue mich, dass die Mannschaft diese Entwicklung hat. Und ich freue mich auch, dass diese Mannschaft funktioniert."

Trotzdem dürfte ihm die Aufgabe in Stuttgart irgendwie bekannt vorkommen. Der VfB ist schwer angeschlagen, er hat in diesem Jahr noch kein Spiel und in der gesamten Saison überhaupt erst eine Heimpartie gewonnen. Dem fünffachen deutschen Meister geht es damit ähnlich wie dem SC Freiburg, Mainz 05 oder dem 1. FC Köln in den vergangenen Wochen - bis die Frankfurter Eintracht bei ihnen vorbeikam und jeweils brav die Punkte abgab.

Ein vergleichbarer Einbruch soll sich am Samstag nicht wiederholen, obwohl Torjäger Alexander Meier schon mit einem Unentschieden zufrieden wäre. "Wir haben zuletzt auswärts so viele Schlappen kassiert, da wäre ein Punkt ein Schritt nach vorne", sagte er gegenüber "bundesliga.de".

Schaaf betrachtet die Aufgabe in Stuttgart völlig unabhängig von den Spielen in Köln oder Mainz. "Wir haben auswärts auch schon gut gespielt, das darf man nicht vergessen", sagte er. Auch vom Absturz des VfB bis auf Platz 18 will er sich nach eigenen Angaben nicht blenden lassen. "Es ist eine Frage der Qualität. Und ich glaube, Stuttgart hat die Qualität, sich zu behaupten und die Qualität, guten Fußball zu spielen", meinte Schaaf. Richtig gezeigt hat der VfB diese Qualität allerdings zuletzt Ende Oktober - beim spektakulären 5:4-Hinspiel-Sieg in Frankfurt noch unter Trainer Armin Veh.

Personell sieht es bei der Eintracht deutlich besser aus, als noch am Anfang der Woche zu befürchten war. Stefan Aigner hat seine Magen-Darm-Probleme hinter sich. Und auch Verteidiger Carlos Zambrano wird trotz seiner gegen Paderborn erlittenen Knöchel-Verletzung spielen können. "Wir sind gut aufgestellt", meinte Schaaf. "Wenn wir unser Spiel genauso verfolgen, wie wir es können, dann glaube ich auch an eine gute Chance, uns gegen Stuttgart zu behaupten."

dpa

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