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Jura-Professorin kritisiert Darmstädter Aufenthaltsverbot

Fußball Jura-Professorin kritisiert Darmstädter Aufenthaltsverbot

Das Aufenthaltsverbot für Fans der Frankfurter Eintracht beim Bundesliga-Derby in Darmstadt am Samstag ist aus Sicht einer Rechtsexpertin problematisch. Die von der Stadt für 36 Stunden verhängte Sperrzone richte sich an alle Fans, sagte Bettina Schöndorf-Haubold, Professorin für Öffentliches Recht an der Universität Gießen, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag.

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Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Frankfurt/Darmstadt. Es sei aber vermutlich davon auszugehen, dass nur ein kleiner Teil der Anhänger auch gewaltbereite Randalierer seien.

Das Stadionverbot allein rechtfertige nicht, alle Fans als "potenzielle Störer" einzustufen. Die Voraussetzungen für einen Zugriff auf "Nichtstörer" sind nach Ansicht der Expertin aber deutlich strenger. Diese seien nicht notwendig erfüllt worden.

Die Verfügung sei auch inhaltlich nicht klar. Es werde nicht definiert, was einen Anhänger und Fan ausmache und was konkret verboten sei. Auch Zeitraum und Ort für das Aufenthaltsverbot seien "diskussionswürdig". Die Stadt Darmstadt stütze ihr Vorgehen außerdem auf eine Generalklausel im hessischen Polizeirecht. Es darin aber eine Norm mit deutlich strengeren Voraussetzungen.

dpa

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