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Hessen Hessens Sportbund-Chef Müller über Debatte um E-Sports
Sport Hessen Hessens Sportbund-Chef Müller über Debatte um E-Sports
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16:58 30.05.2018
Frankfurt/Main

Beide Fragestellungen würden jedoch am Thema vorbeigehen.

Müller vermisst in der öffentlichen Auseinandersetzung die Bodenhaftung. Statt wissenschaftlich über die Frage "Sport, ja oder nein" zu streiten, gehe es darum, wie E-Sports in das ehrenamtliche Sportsystem einzuordnen sei. "Der organisierte Sport in Hessen wird von unseren über 7600 Vereinen und ihren zahlreichen ehrenamtlich Engagierten getragen", erklärte Müller. Viel wichtiger als finanzielle Begehrlichkeiten zu wecken oder sportwissenschaftliche Definitionen auszutauschen, sei die Frage, "ob E-Sports strukturell zum organisierten Sport passt".

Während andere Sportarten auf einer breitensportlichen Basis fußen würden, seien beim E-Sport kommerzielle Veranstalter, Unternehmen oder finanzstarke Fußballclubs die Taktgeber der Entwicklung. "Das ist angesichts des prophezeiten wirtschaftlichen Potenzials von E-Sports nachvollziehbar und auch verständlich, macht aber deutlich, wo die wirklichen Grenzen und Bruchstellen zwischen organisiertem Sport und E-Sports liegen", so Müller.

Statt Fußball-Bundesligisten, die sechsstellige Beträge für Computer-Spieler oder kommerzielle Wettkämpfe ausgeben, als Vorbild zu nehmen, sei es nach Auffassung des lsb h-Präsidenten zielführender, in den Vereinen zu entscheiden, ob E-Sports eine Zukunft im organisierten Sport haben sollte. Wenn Vereine E-Sports-Abteilungen gründen und einen Spielbetrieb organisieren, der frei von kommerziellen Interessen sei, habe er kein Problem damit, diesen neuen Sport in die lsb-h-Familie aufzunehmen, sagte Müller.

dpa

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