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Eintracht will Verein "aus einem Guss"

Fußball Eintracht will Verein "aus einem Guss"

Die Eintracht arbeitet an der Einheit von AG und e.V. und peilt dabei klares Wachstum an. Damit reagiert der Verein auf den "schärferen  Wettbewerb" in der Bundesliga. Doch die Frankfurter streben nicht nur nach mehr Mitgliedern - sondern brauchen bald auch mehr Mitarbeiter

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Der Vereinspräsident von Frankfurt Eintracht, Peter Fischer.

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Frankfurt/Main. Mit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Aktiengesellschaft (AG) und eingetragenem Verein (e.V.) will Eintracht Frankfurt auf die immer stärkere Konkurrenzsituation in der Fußball-Bundesliga reagieren. Dies erklärten Vereinspräsident Peter Fischer und AG-Vorstand Axel Hellmann bei einem Pressetermin am  Mittwoch in Frankfurt. "In Zukunft wird es nur noch eine Infrastruktur geben. Fachexpertise sitzt auf beiden Seiten, also wird der Graben zwischen AG und e.V. zugeschüttet. Alles soll aus einem Guss, aus einer Richtung kommen", erklärte Hellmann.

Man müsse im Kampf gegen finanzstärkere Vereine die Kräfte bündeln. "Wir sind davon überzeugt, dass der Wettbewerb in der Bundesliga schärfer wird und an Fahrt gewinnt. Das treibt uns stark dazu an, unseren Weg fortzugehen", sagte Hellmann. Seit Anfang August gibt es bereits ein gemeinsames Kompetenzcenter von AG und e.V., in der sämtliche Anfragen der Mitglieder an die Eintracht zentral beantwortet werden.

Der Sportverein aus Frankfurt möchte mit den Maßnahmen auch die Anzahl der Mitglieder effektiver steigern. "Ich will 50 000 Mitglieder", sagte Fischer. Derzeit stehe man bei 37 500, wie der Präsident erklärte. Vergleichbare Traditionsclubs wie der 1. FC Köln oder Borussia Mönchengladbach sind den Hessen dort weit voraus, was auch an der Zeit nach der Teilung läge, wie Hellmann betonte: "Diese zehn Jahre fehlen uns, um den Abstand zu reduzieren."

Der 45 Jahre alte Vorstand wies noch einmal darauf hin, welch enorme Bedeutung diese Kenngröße inzwischen eingenommen hat: "Die Mitgliederanzahl ist nicht nur Ausdruck von Verankerung, sie ist auch für die Sponsoren, Sport- und Medienpolitik ein ganz entscheidender Faktor."

Neue Räumlichkeiten sollen für die engere Verzahnung nicht entstehen. "Es gibt keinen Neubau. Wir müssen es im Rahmen unserer Ressourcen bewerkstelligen", bekräftigte Fischer. Da müsse man "auch etwas improvisieren". Die Profifußballer sind in der Commerzbank Arena beheimatet, der restliche Verein im Sportleistungszentrum am Riederwald.

Hellmann erklärte, dass Fußballvereine im Profibereich in Zukunft noch deutlich mehr Arbeitskräfte benötigen werden als bislang. "Derzeit haben wir 110-115 Mitarbeiter bei der Eintracht. In ein paar Jahren werden wir 160-180 haben und müssen diese alle am Stadion unterbringen", sagte der Vorstand. Diese Dynamik sei im Fußball nach der Jahrtausendwende so nicht abzusehen gewesen.

dpa

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