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Darmstadt hebt Innenstadt-Verbot für Eintracht-Fans auf

Fußball Darmstadt hebt Innenstadt-Verbot für Eintracht-Fans auf

Wegen einer drohenden Klageflut gibt Darmstadt nach. Die Innenstadt ist vor dem Hessen-Derby nicht mehr länger Sperrzone für Frankfurter Fans. Der Bürgermeister setzt nun auf die Polizei.

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Aufkleber von Lilien-Fans kleben an einem Straßenpfahl.

Quelle: Boris Roessler

Darmstadt. Nach scharfer Kritik hat die Stadt Darmstadt ihr Innenstadt-Verbot für die Anhänger von Eintracht Frankfurt rund um das anstehende Hessenderby in der Fußball-Bundesliga nun doch aufgehoben. Es sei eine riesige Belastung von Gericht und Verwaltung zu befürchten gewesen, nachdem zahlreiche Fans Einsprüche angekündigt hätten, sagte Bürgermeister Rafael Reißer (CDU) am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Polizei habe versichert, sie sei gut aufgestellt.

Aus Sorge vor Randale hatte die Stadt ihr Zentrum für Eintracht-Anhänger von Freitagabend (19.00 Uhr) bis Sonntagmorgen (7.00 Uhr) zur Sperrzone erklärt. Das Spiel wird an diesem Samstag um 15.30 Uhr angepfiffen.

Darmstadt hatte am Freitag zunächst trotz einer gegenteiligen Gerichtsentscheidung an dem Verbot festgehalten. Nur sechs Personen, die erfolgreich beim Verwaltungsgericht Einspruch eingelegt hatten, dürften in die Sperrzone, hatte Reißer erklärt. Das Gericht reagierte mit scharfer Kritik: "Das zeugt schon von einem gewissen rechtsstaatsfernen Verhalten", hatte Gerichtssprecher Jürgen Gasper am Freitag gesagt. Es seien zahlreiche weitere Anträge eingegangen und weitere zu erwarten.

Die Situation ist zusätzlich angespannt, denn die Frankfurter Fans dürfen wegen Ausschreitungen im Hinspiel nach einem Urteil des DFB-Sportgerichts nicht ins Stadion. Das Spiel ist sportlich brisant. Aufsteiger Darmstadt kann mit einem weiteren Derbysieg den Klassenverbleib so gut wie perfekt machen. Das Hinspiel gewannen die "Lilien" mit 1:0. Die Eintracht würde mit einem Erfolg bis auf zwei Punkte an den Konkurrenten heranrücken und könnte am drittletzten Spieltag einen direkten Abstiegsplatz verlassen.

Reißer sagte, in der Vergangenheit habe es Randale in der Stadt gegeben und dies solle diesmal verhindert werden. Er hatte von "350 extrem gewaltbereite Fans" berichtet, die erwartet würden. "Niemand will hier das Recht beugen", fügte er hinzu. Er habe noch in der Nacht mit dem Präsidenten des Verwaltungsgerichts telefoniert.

dpa

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