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Alle Jahre wieder kommt die Reiterwelt nach Frankfurt

Pferdesport Alle Jahre wieder kommt die Reiterwelt nach Frankfurt

Knapp drei Wochen vor dem Frankfurter Festhallen-Reitturnier steht die Teilnehmerliste zumindest in groben Zügen fest. Wieder sind viele renommierte Namen aus dem Spring- und Dressursport dabei.

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Der Bundestrainer der deutschen Springreiter, Otto Becker.

Quelle: Friso Gentsch/Archiv

Frankfurt/Königstein. Alle Jahre wieder lockt das Festhallen-Turnier kurz vor Weihnachten einige der besten deutschen und internationalen Dressur- und Springreiter nach Frankfurt. Doch auch in diesem Winter hat die Mainmetropole in London einen harten Konkurrenten. In der englischen Hauptstadt findet zeitgleich das Weltcup-Turnier statt. 

So ist es für Sprung-Bundestrainer Otto Becker nicht einfach, die richtige Balance bei der Nominierung für beide Veranstaltungen zu finden. In Frankfurt sollen vom 14. bis zum 17. Dezember die beiden Championatsreiter Maurice Tebbel (Emsbüren) und Philipp Weishaupt (Riesenbeck) um den Sieg kämpfen, sagte Becker am Dienstag in Königstein. Beide Reiter gehörten dieses Jahr zu dem EM-Aufgebot, das allerdings ohne Medaille aus Göteborg nach Hause kam. 

Hinzu kommen auf der Frankfurter Starterliste andere renommierte Reiternamen wie die Europameister Janne Friederike Meyer-Zimmermann (Pinneberg) und Marco Kutscher (Bad Essen). Mit dabei ist auch Christian Kukuk aus Riesenbeck, der letztes Jahr in Frankfurt überraschend den Großen Preis gewonnen hatte. Das prestigeträchtige Turnier ist mit 350 000 Euro dotiert. 

Olympiasieger und Weltmeister Marcus Ehning, Europameister Christian Ahlmann und der Olympia-Bronzemedaillengewinner von Rio, Daniel Deußer, werden dagegen in London starten, sagte Becker, der zwar die Anzahl guter Reiter lobte, dagegen die schwindende Auswahl an guten Pferden bemängelte.

Gründe dafür sieht er auch im zunehmenden Verkauf der Tiere für enorme Summen ins Ausland. Dennoch hat er Verständnis: "Schließlich müssen die Reiter ihre Turnierställe unterhalten und das ist teuer. Nur mit Preisgeldern funktioniert das in den seltensten Fällen."

Dressur-Bundestrainerin Monica Theodorescu kennt diese Probleme. So habe die Mannschafts-Weltmeisterin Helen Langehanenberg (Billerbeck) aus diesem Grund vor kurzem ein hoffnungsvolles Pferd verkauft, erzählte sie. Allerdings seien die Besitzer von Dressurpferden oft eher Mäzene und bereit, die Pferde trotz Kaufangeboten zu halten. 

Für das Frankfurter Turnier kündigte sie gleich fünf Kaderreiter an: Neben Langehanenberg die sechsfache Olympia-Siegerin Isabell Werth Rheinberg), Mannschafts-Olympiasieger Hubertus Schmidt (Borchen), Fabienne Lütkemeier (Paderborn) und Dorothee Schneider (Framersheim). 

Allerdings werden nicht alle Kaderreiter in den Top-Prüfungen - angeboten werden eine Special- und eine Kür-Tour - starten, sondern ihre hoffnungsvollsten Nachwuchspferde in Extra-Prüfungen für die jungen Vierbeiner präsentieren. 

dpa

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